Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1917)
- Date
- 1917-12-01
- Page
- Seite 674 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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674 Die Josephserzählung. Jacob nennt dreizehn Gelehrte, von denen jeder eine andere Verteilung vorschlägt, während der eine mit derselben Bestimmtheit־ einen Vers für E in Anspruch nimmt, den ein anderer mit gleicher Sicherheit J zuteilt. Er hält sich in seiner Entgegnung wesentlich an Gunkel, von dem Proksch meinte, er habe ״für Kapitel 37 so gut wie das Schlußwort gesprochen“. Um auch für E eine vollständige .Erzählung zu gewinnen, gesteht Gunkel diesem nicht nur die ersten Worte von Vers 18 (und als sie ihn von Ferne sahen), sondern auch die Verse 19, 20, 22, 24 mit der Beziehung auf die Träume und der Zisterne zu, welche allemal E angehören sollen. Liest man, wie die Kritik allgemein wünscht, in Vers 21 Juda für ßeuben, so ergäbe sich nach Gunkel der folgende J־Text. ״Ehe der ihnen nahe gekommen war, beredeten sie sich' wider ihn, ihn zu töten. Als Juda das hörte, riß er ihn aus ihrer Hand und sprach, wir wollen ihn nicht ums Leben bringen. Sobald Joseph nun zu seinen Brüdern herangekommen war, zogen sie Joseph das Kleid aus. setzten sie sich hin, um Brot zu essen“ (2. Aufl. S. 358 ,1). Mit Recht darf Jacob es als eine Verschleierung bezeichnen, mit der man sich über eine Lücke hinwegtäuscht, die man selbst geschaffen hat, wenn ויתנכלו übersetzt wird: ״sie beredeten sich“. ״Das Wort bedeutet nicht eine Rede, sondern einen nichtswürdigen Gedanken und hinterlistigen Anschlag fassen.wir haben also als Fortsetzung eine Rede, in der sie ihren Plan aussprechen und einander mitteilen, erst noch zu erwarten. Das bietet der unverstümmölte Text Vers 19 f.; da sprachen sie zueinander usw. Aber in dem J-Text jehlt diese Rede, und doch fährt er :0«=; Juda dies hörte. Sind wir also genötigt, noch die Forts. 19, 20 hinzunehmen, dann ist damit die Zisterne erhalten, die jetzt in J gänzlich fehlt und damit der Rat eines der Brüder, ihn dort hineinzuwerfen. Da dieser Rat im Gegensatz zu dem Judas, ihn zu verkaufen, stehen sollte so muß es der Vorschlag eines anderen gewesen sein, und wer anders sollte es dann sein, als Reuben Denn einen Dritten zu bemühen, hat wohl keinen Sinn“ a. a. O. S. 32 f. Weniger begründet scheint mir der Einwurf, daß es eine weitere Verschleierung bedeute, wenn Gunkel ציולהו