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Jeschurun · 1917-12-01 · Heft 12 (Dezember 1917) · p. Seite 661

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 12 (Dezember 1917)
Date
1917-12-01
Page
Seite 661 (sequence 37)
Language
German
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Die Josephserzählung. 661 kritischen Zwischenbemerkungen und Randglossen auch neue Gesichtspunkte für die Erklärung darbieten. Das letzte Kapitel soll dann eine eingehende Kritik der positiven Beiträge Jacobs für die Exegese bringen. Schon im vorhinein sei bemerkt, daß dieser in der Zurückweisung der Kritik zumeist Beifall verdient, da aber, wo er selber Neues vorträgt, nicht selten die schärfste Kritik herausfordert. * •־־■ Eine Reihe von scheinbaren Widersprüchen in der Josephsgeschichte kommen der Hypothese Wellhausens und seiner Jünger im ersten Augenblick zu Hilfe. Nach 37, 28b und 39, 1 sind es die Ismaeliter, nach 37, 28a und 36 die Midianiter, an die Josef verkauft wird. Ferner sagt Josef selbst, 40, 15, er sei aus dem Lande der Hebräer gestohlen worden, während er 45, 4 die Brüder erinnert, sie hätten ihn verkauft. ״Hierbei hat die Quellenscheidung angesetzt. Daß Joseph von den Brüdern an die Ismaeliter verkauft worden sei, sei die Variante von J: daß ihn die Midianiter geraubt und nach Ägypten verkauft haben, erzähle E. Hiernach scheiden sich auch die beiden Brüder, die für Joseph eintreten, Be üben gehört E. Juda J. Und dies ist ein gewichtiges Argument, dass als die Heimat von J das judäische Südreich, von E das nördliche Zehnstämmereich zu bestimmen. Auch die Motive des Hasses der Brüder verteilen sich in gleicher Weise. Hach J beneiden die Brüder den Joseph wegen des bunten Rockes, den ihm der Vater hat machen lassen, nach E hassen sie ihn wegen der Träume. Und so werden noch zahlreiche andere Differenzen aufgedeckt.“ Jacob S. 6. Wie steht es um diese Behauptung? Schon gleich eine ihrer ersten Voraussetzungen erweist sich bei näherem Zusehen als trügerisch. 1. Wer hat Joseph verkauft? So sehr verbreitet die Meinung ist, die den meisten von uns schon wie in Fleisch und Blut übergegangen scheint, daß nämlich die Brüder Joseph verkauft haben, in der Bibel wird dies gleich an der Stelle, an welcher man eine solche Mitteilung doch in erster Linie erwarten sollte, nicht gesagt.

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