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Jeschurun · 1917-12-01 · Heft 12 (Dezember 1917) · p. Seite 656

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 12 (Dezember 1917)
Date
1917-12-01
Page
Seite 656 (sequence 32)
Language
German
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65 6 Professor Kittels Obergutachten. mai lieben (5. Mos. 23, 3); Jv. verbietet es.“ Es' sieht wie ein schlimmes Omen aus, daß gleich die Zahlen*-- angabe des Zitats falsch ist. Der 3. Vers spricht nicht von Fremden, sondern von in Blutschande Erzeugten; diese sollen auch im 10. Geschlecht nicht d. h. niemals in die Gemeinde Jv.’s kommen. Das hat aber mit Prof. K/s Anklage gegen Jv., daß er verbiete, die Fremden zu lieben, nichts zu tun. Erst Vers 4—6 ist von Fremden die Rede. Aber wohlgemerkt! nicht von den Fremden überhaupt, wie die Worte Prof. K/s aufgefaßt werden müssen una sicherlich auch von den Richtern in Leipzig nicht anders verstanden wurden, sondern nur von gewissen fremden Völkern, mit denen es eine besondere Bewandtnis hatte. Es ist nicht zu billigen, daß Prof. K. diese besondere Bewandtnis verschweigt und in Bausch und Bogen behauptet, daß Jv. nach dem zitierten Schriftwort es verbietet, den Fremden d. h. jeden Fremden zu liehen. So ist die Sache nicht. Das zeigt schon der Wortlaut der betreffenden Verse: „Es soll kein Ammonit er und Moabiter in die Gemeinde1 Jv/s kommen (d. h. nicht aufgenommen werden); auch das 10. Geschlecht soll ihnen nicht kommen in die Gemeinde Jv/s ewiglich, darum daß sie euch nicht entgegengekommen sind mit Brot una Wasser auf dem Wege bei eurem Auszug aus Aegypten, una daß er (der Moabiterkönigj gegen dich den Bileam, Sohn Beors, gedungen hat, dich zu verfluchen. Aber Jv., dein Gott, war nicht willens, dem Bileam Gehör zu geben, und es verwandelte dir Jv., dein Gott, den Fluch in Segen, weil Jv., dein Gott, dich lieb hatte. Nicht sollst du ihr Wohl und Bestes suchen alle deine Tage auf ewig.“ Wir werden diesen Versen sofort nähere Betrachtung widmen, möchten aber zuvor, um die Behauptung K/s klarer zu stellen, noch die beiden folgenden Verse anführen: „Du sollst den Edomiter nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder; du sollst den A Ägypter nicht verabscheuen, denn ein Fremdling bist du in seinem Lande gewesen.“ Sieht das wie ein Gebot Jv/s aus, die Ausländer

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