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Jeschurun · 1917-12-01 · Heft 12 (Dezember 1917) · p. Seite 637

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 12 (Dezember 1917)
Date
1917-12-01
Page
Seite 637 (sequence 13)
Language
German
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Ex. 6,2 f. nach seiner Bedeutung für die Pentateuchfrage. ״Er (R. Barueh) brachte mir einen Beweis aus folgender Schriftstelle (Jer. 16,21): ״Diesmal will ich sie meine Hand und meine Stärke fühlen lassen, und sie sollen erkennen, daß mein Name JW ist.“ Daraus lernen wir, daß der Heilige, gebenedeiet sei er, dadurch, daß er seine Worte zur Erfüllung bringt, selbst wenn es sich um Bestrafungen handelt, seinen Namen JW bekannt macht; umsomehr ist dies der Fall, wenn er seine Worte zum Guten erfüllt.“ — So Raschi. Nicht also die Macht, sondern die Wahrhaftigkeit Gottes, der seine Worte erfüllt (בלרחר דברר, seinen Ausspruch ins Dasein setzt), wird hier durch den Namen JW ausgedrückt. Ausführliches hierüber findet man in meinem Commentar zu Lev. I S. 97. — Herr Prof. König gibt diese Deutung von Raschi und R. Barueh nicht zu, ohne zu sagen, wie er denn die Jeremia-Stelle erklärt. 2) Dieser Gegensatz ist gerade ein Beweis für die Deutung Raschi’s. Denn bei E. Sch. wird nicht auf den Namen Gewicht gelegt (denn es heißt nicht 'י(בשמי א׳עז ebenso kommt es beim Namen JW nicht auf den bloßen Namen, sondern auf den Namen und dessen Bedeutung an. s) Die Liebe wird in der ersten Vershälfte (durch בי הכזק־) erwähnt. •יד<ב שבלי wird von allen (mir zugänglichen) Übersetzungen durch ״er kennt meinen Namen“ wiedergegeben. Man mag zugeben, daß die wahre Erkenntnis des Namens JW, wie sie hier verstanden wird, notwendig zur Gottesliebe führt. 4) Daß mit dem לא כודעתי noch nicht לא ברדיג ausgedrückt werden soll, ist aus folgenden Momenten bewiesen: 1. Im Gen. 4,1 und 4,26 wird vorausgesetzt, daß der Name JW den Menschen (oder wenigstens den Auserwählten unter ihnen) bekannt war, ohne daß Gott sich ihnen mit diesem Namen offenbart hatte. Wenn nun die Kritiker meinen, daß dies blos die Ansicht des J sei, so ist nirgends bewiesen, daß P diesbezüglich anderer Ansicht war, und es ist eine petitio principii, wenn man z. B. in Gen. 17,1 (trotzdem der Abschnitt als P־Stück gilt) den Namen JW auf Rechnung des Redaktors stellt, weil P diesen Namen vor Exod. 6,2 nicht gebraucht. 2. Da doch dem P nach der Ansicht der neuem Kritik J bekannt war, so hätte er, an unserer Stelle das unmißverständliche כידע geschrieben, wenn er gegen J hätte aussagen wollen, daß der Name JW vorbei uiJht brkannt war. 3. Daß der Ausdruck so verstanden werden kann, daß sich Gott blos mit diesem Namen nicht offenbart hat, wiewohl er bekannt war, beweist ja auch nach der Kritik der Redaktor, der doch jedenfalls unsem Vers so verstanden hat. 4״ Das beweist noch außerdem der Prophet Ezechiel. Dieser spricht 20,5 (vgl. auch dort v. 9) im Namen Gottes: ״Am Tage da ich Israel erwählte ... und mich ihnen in Ägypten offenbarte (ואירע)> erhob ich ihnen meine Hand (zum Schwur) sprechend: Ich bin JW euer Gott.a Hier sieht man ja klar und deutlich, daß der Prophet in Exod. 6,2, (auf

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