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Jeschurun · 1917-12-01 · Heft 12 (Dezember 1917) · p. Seite 638

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Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 12 (Dezember 1917)
Date
1917-12-01
Page
Seite 638 (sequence 14)
Language
German
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(538 Ex. 6,2f. nach seiner Bedeutung für die Pentateuchfrage. welchen v. doch augenscheinlich seine Weissagung Bezug nimmt) nicht die erstmalige Bekanntmachung des Namens JW erblickt (denn dazu bedurfte es keines Schwurs und in Exechiel ist ״euer Gott“ das Prädikat, wie in Exod. 6,6), sondern vielmehr die feierliche Zusage, nun, dem Namen JW entsprechend, die den Vätern gegebene Verheißung zu erfüllen, Israels Gott zu sein usw. Dieser Beweis aus Ezechiel wiegt um so schwerer, als ich in meiner Schrift: ״Die wichtigsten Instanzen“ I S. 24—43 fast bis zur Evidenz bewiesen habe, daß diesem Propheten die ganze Thora (JE, D, H und P) vergelegen hat und daß er sowohl diese als auch seine prophetischen Vorgänger in seinen Weissagungen sehr häufig benutzt. 5) Herr Prof. König zieht nicht in Betracht, was ich S. 317 f ausgeführt habe, wonach Exod. 6,3 nicht sagt, daß Gott überhaupt sich nicht mit dem Namen JW den Vätern offenbart hat, sondern nur, daß er damals, als er mit ihnen den Bund schl?3, ihren Nachkommen das Land Kanaan zu geben, sich als E. Sch. und nicht nach seinem Namen JW offenbarte. Daß diese Erklärung zulässig ist, habe ich durch Vergleich mit Jer. 7,22 f gezeigt. Hier mag noch bemerkt werden, daß diese Fassung allein dem Exodus-Texte vollkommen gerecht wird. Man erwäge zuerst» daß Exod 6,4 an den Schlußsatz von v. 3 sich nicht anschließen kann. Denn in v. 4 wird eine den Erzvätern gewährte Gnade erwähnt (die Bundes- Schließung), während v. 3 erzählt, daß ihnen etwas versagt ward (die Offenbarung des JW-Namens). Solche zwei gegensätzliche Aussagen dürfen doch nicht mit רגם (und auch), sondern etwa mit ״aber“, ״jedoch“ u. dgl. verbunden werden. Es ist also klar, daß 6,4 sich nicht an v. 3 b anschließt, sondern v. 3 a fortsetzt, wie schon Bäntsch (S. 46) richtig erklärt1 ״Nicht nur um ihnen seinen Namen E. Sch. zu offenbaren, ist Gott den Vätern erschienen, sondern auch (רגם), um seine Berith mit ihnen festzustellen.“ Wenn dem aber so ist, so muß v. 3b als ein parenthetischer Satz gefaßt werden. Es heißt also: ״Ich erschien den Vätern als E. Sch. — nach meinem Namen JW offenbarte ich mich ihnen (damals) nicht — und ich habe auch mit ihnen meinen Bund errichtet.“ Würde hier gesagt sein, daß bisher der Name JW unbekannt war, so würde dieser wichtige Satz nicht blos beiläufig in Parenthese mitgeteilt worden sein. 6) Die Ansprache ״n ^e Kinder Israel in v. 6—8 beginnt mit ״ich bin JW“, schließt ~ : auch mit denselben Worten. Sowie nun der Schluß nicht den Zweck hat, einen neuen Namen anzukündigen, ebenso auch der Anfang. Die Worte können hier dieselbe Bedeutung haben, wie in den anderen von mir angeführten Stellen. Es kann auch zugegeben werden, daß hier gesagt wird, Gott werde nun als JW sieh erweisen, indem er seine Verheißungen in Erfüllung bringt. Keinesfalls wird hier JW als ein neuer bisher unbekannt gewesener Gottesname verkündet. Die Worte: ״Ich gedachte meines Bundes; darum sage

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