Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1917)
- Date
- 1917-09-01
- Page
- – (sequence 97)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2292929-2292969-2292977--02408-2295676- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Probleme der Pentateuchexegese. 541 aus Furcht, Ägypten könnte zugrunde gehen, wollten sie nachgeben. Pharao aber kannte auch solche Furcht nicht. Diese Differenz zwischen Pharao und seinen Dienern wollen die Verse 9,34 f. anzeigen. Es heißt daher (9,34): Pharao sündigte weiter, ויכבד לבו הוא ועבדיו, er sowohl wie seine Diener blieben בב־י לב, unempfänglich für jede Mahnung des Gewissens. Dann fügt v. 35 hinzu: ויחזק לב פרעה, Pharao selbst war auch noch הזק לב, noch gestärkten Herzens, nicht bereit, durch irgendwelche Drohungen sich einschüchtern zu lassen. Die Kritiker behaupten ferner, bezüglich der Blutplage liege insofern eine Differenz zwischen P einerseits und JE andererseits vor, als nach dem Berichte des letzteren (7,17 f.) nur das Y/asser des Nils in Blut verwandelt wird; nach P (7,19) soll Aharon seinen Stab über alle Ströme, Kanäle, Teiche und Wassersammlungen erheben, und alles Wasser zu Blut werden. — Bei Licht betrachtet, ist der Unterschied zwischen beiden angeführten Stellen nur der, daß 7,9 die allgemeine Angäbe von 7,17 spezialisiert, ein Verhältnis, wie wir es zwischen 7,"28 und 8,1 wiederfinden. Denn in 7,19 sind (wie in 8,1) die נהרות der Nil nebst seinen Nebenflüssen und Seitenarmen, die יאורים die künstlichen Kanäle, die אגמים sind Seen oder Teiche, stehende Gewässer, und unter den Wassersammlungen sind die Brunnen, Zisternen u. dgl. verstanden (vgl. Keil zur St.). Wie Knobel richtig erklärt, sind hier nur solche Gewässer gemeint, welche sich vom Nil her füllen, und darunter ist fast alles Wasser Ägyptens begriffen, wie aus den von Knobel und Dillmann zitierten alten und neuen Zeugnissen zu ersehen ist. Wenn also nach 7,17 der יאר geschlagen wurde, so waren damit alle Gewässer Ägyptens betroffen. Dies beweist auch 7,24 (JE), wo erzählt wird, daß die Ägypter rings um den Nil gruben, um Trinkwasser zu erhalten. Daraus ist ersichtlich, daß alle Gewässer geschlagen und nur die Brunnen, welche die Ägypter von neuem durch schwere Arbeit herstellten, verschont wurden (vgl. Midr. r. c. 9,11). Während die älteren Kritiker, wie Knobel u. a., sich damit begnügten, den Abschnitt Exod. 7,8—11 Ende zwei Verfassern 36