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Jeschurun · 1917-09-01 · Heft 9-10 (September 1917) · page 51

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 9-10 (September 1917)
Date
1917-09-01
Page
– (sequence 51)
Language
German
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Die nationalen Forderangen des jüdischen Volkes in Rußland usw. 495 dafür vorhanden den Vorschlag a limine abzulehnen, mit der Begründung, der Kongreß könne nur Vorschläge annehmen, die sich auf Palaestina beziehen. Dem Einflüsse Herzls gelang es aber, den Kongreß dazu zu bewegen, den Vorschlag zu prüfen und eine spezielle Kommission nach Uganda zu entsenden, um das Land in Augenschein zu nehmen. Die Kommission hat dem siebenten Kongreß von ihrer Keise Bericht erstattet. Sie erklärte, daß sich Uganda durch seine klimatischen und sonstigen Verhältnisse für eine jüdische Kolonisation nicht eigne. Ein Teil der Delegierten, mit Jsrael Zangwill an der Spitze, stimmte nun dafür, der englischen Regierung tür ihr Angebot zu danken und sie um ein passenderes zu ersuchen. Der Kongreß beschloß aber mit überwiegender Mehrheit, überhaupt keine Vorschläge mehr entgegenzunehmen, die sich nicht auf Palaestina und seine Nachbarländer beziehen. Er erklärte, es sei das ausschließliche Ziel des Zionismus, für die Juden eine öffentlichrechtliche Heimstätte in Palaestina zu erlangen. Darauf traten Zangwill und seine Anhänger aus der Zionistischen Organisation aus und begründeten die ״ Jewish Territorial Organisation״, die jüdische Territorielle Organisation. Im Gegensatz zu der zionistischen Organisation fühlt sie sich an kein bestimmtes Land gebunden und sucht für die Juden ein geeignetes Territorium zu erlangen, wo es auch gelegen sein mag. Den größten Teil ihrer Anhänger zählt diese Organisation in England, wo sich auch ihr Sitz befindet. Man kann nicht von einer jüdischen Territoriellen Partei sprechen. Denn es fehlt dieser Organisation an der Klarheit des Zieles und einem positiven Parteiprogramm. Die Ursache ist, daß die jüdische Territorielle Organisation keine nationalen Forderungen für die Länder der Diaspora aufstellt. Vielmehr richtet sie ihr ganzes Augenmerk auf die Erlangung eines Territoriums für die Juden. Dabei schadet ihr noch ungemein der Umstand, daß sie gar kein bestimmtes Territorium im Auge hat. Vor einigen Jahren hieß es: Cypern! Dann hat man viel von Angola gesprochen. Diese Umbestimmtheit eben macht es dieser Organisation unmöglich, eine Volkspartei zu 33»

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