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Jeschurun · 1917-09-01 · Heft 9-10 (September 1917) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 9-10 (September 1917)
Date
1917-09-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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452 Sittenreinheit. ausreichenden Mitgift ist, einem Mann gegeben wird, der seine ״Jugend genossen liat״ nur weil er ein hohes Einkommen besitzt und seiner Zukünftigen ein Leben in Luxus zusicliern kann; das sind alles Zeichen des Abfalls von dem Ideal der jüdischen Sittenreinheit. II. Wir haben nicht von den Gefahren gesprochen, die unserer Jugend auf diesem Gebiete drohen und nicht ron den Yerirrungen, denen sie anheimfällt. Aus drei Gründen. Zuerst, weil wir glauben, daß wir es jetzt mit einer mindestens ebenso gesunden und darum auch reinen Jugend zu tun haben als vor einem Menschenalter. Die vernünftige Behandlung der Kinder in Ernährung und Kleidung, wie und wo sie schlafen sollen, wann ihre geistige Arbeit durch körperliche Bewegung abgelöst werden soll, die Überwachung der Lektüre und des Verkehrs, die ganze auf die Ertüchtigung des Körpers und Geistes angelegte Erziehung, welche verständige Eltern ihren Kindern jetzt angedeihen lassen, enthebt sie mancher Sorgen, mit welchen frühere Zeiten der Entwickelung der Jugend entgegensahen. Wir glauben, es kann das immer nur ein Glaube sein, daß es in dieser Hinsicht besser geworden ist. Die Jugend trägt das Zeichen der Reinheit an der Stirn. Und wenn wir uns umsehen in unseren Kreisen, die doch zumeist nicht über den des besseren Mittelstandes hinausgehen, so dürfen wir wohl beruhigt sein. Sodann, weil doch der Zweck der Zeilen ist, den Weg zu suchen wie wir bessern können, wie wir ein Weiterschreiten zum Verderben zu verhindern vermöchten. Da kann der Weg zur Jugend immer nur über die Eltern gehen. Denn, ist es einmal so weit, daß Gefahr droht, dann wird sie durch eine Mahnung an die Jugend nicht beschworen. Hans Wegener hat ein treffliches Buch geschrieben ״Wir jungen Männer״, ein Buch, das in der Sprache der heutigen Zeit, die nun einmal der religiösen Ermahnung nicht hold ist, den Jüngling bei seinem Ehrgefühl zu packen sucht. Es ist ein wertvolles Buch, und jeder Vater sollte es seinem erwachsenen Sohne einmal

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