Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- – (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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Talmudisches 411 Zu einer einwandfreien Lösung dieser Schwierigkeit bietet der Jeruschalmi eine Handhabe. Wir finden dort an vielen Stellen unter der nämlichen Begründung ״ט ל א הביט בצורה מטבע מימיו daß dem ר' נחום , zweifellos identisch mit dein ר' מנחם ברבי בימאי im Babli, der Beiname איש קדש קדשים erteilt wurde, womit der verdienstvollen Heiligkeit des R. Menaehem in unzweideutigen Worten die Anerkennung gezollt wird. So Jeru־ schalmi Abodah Sarah I; 1. Megillah I; 11; ibid III; 2. Sanhedr. X, &. Biblischer Sprachgebrauch gestattet nun an die Stelle eines Eigenschaftswortes das entsprechende Hauptwort in Verbindung mit איש, p oder בעל als Träger der betreffenden Eigenschaft zu setzen. Wir erinnern an Bildungen wie אנשים בני בליעל (Deuteron. 13, 14) בן היל (II. Samuel 2,7) בן מות (ibid. 12,5) בני תמותה (Psalm 79, 11; 102, 21) איש תבנות (Proverb 29, 1). Auf denselben Sprachgebrauch läßt sich auch das talmudische בגן של קדשים leicht zurückführen, wenn wir die sicher erlaubte Korrektur von קדושים in קדשים vornehmen. לקדשים ist plural von בנן של לקדשים;קדש ist eine übliche Konstruktion wie מטתו ולשלמה (Hohelied 3,7) oder בנו של ר׳יוסי הגלילי; das Suffix in בנן bezieht sich also auf das nachfolgende Substantiv קדשים wie in den genannten Beispielen. Es ist somit בנן של קךשים identisch mit איש קדשים בןקרשים und bezeichnet einen Mann der Heiligkeit, der heiligen Gesinnungen. Zwischen den Benennungen des Babli בנן שלקךשים und des Jerusch איש קדש קדשים herrscht somit völlige Übereinstimmung, beide zielen auf die Person des R. Menaehem in eindeutiger Weise ab und berühren nicht die Tugenden der Eltern. Talmudisches, Von Babbiner Dr. Cb. Lauer, Biel (Schweiz). Im Jeschurun (IV, S. 112) versucht Herr Babbiner Dr. S. Kaatz die umstrittene Stelle Pesachim 3 b dahin zu erklären, daß der Ausspruch Hillels: ״Ich bin sicher, daß aus diesem ein Gesetzeslehrer in Israel