Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2292929-2292969-2292976--02255-2295522- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Gedanken über die r^-Strafe. 389 Stellen gemäß (z. B. Gen XII 5, XIV 21; Exod XVI16, XXI 23; Levit XXVII 2) erwarten sollte, mit נפשא, sondern mit אינש, während er wiederum für איש nicht אינש, sondern גבר gebrau cht mit Ausnahme der Nummern 8 und 9, den beiden einzigen, wo איש das Subjekt zu ונבדת ist. Abarbanel erblickt in diesem Verhalten des Onkelos eine Bestätigung für seine eigene Meinung von כרת: diese Strafe trifft Körper und Seele zugleich jenen durch frühzeitigen Tod, diese durch längeren oder kürzeren Ausschluß von der Seligkeit im Jenseits. Diese Doppelseitigkeit der Strafe wäre im Onkelos nicht erkennbar gewesen, wenn er נפש mit נפשא wiedergegeben hätte, weil dieses die Strafe auf die Seele beschränkt hätte wie גברא es auf den Körper tut. Nur איגש umfaßt beide zugleich. So werden die Nummern 8 und 9 verständlich und Nr. 11 mußte durch נפשא wiedergegeben werden, weil dort der Nachdruck auf der Strafe für die Seele ruht gegenüber dem ילא תקיא הארץ אתכם, das die Strafe für den Körper allein ausspricht. Um endlich auch noch moderne Exegeten zu berücksichtigen, sei auf Hirsch und HofEmann hingewiesen. Ersterer äußert sich nur zu ויקרא IV 2 über das Wesen der ^2-Strafe mit folgenden, die Schwierigkeit der Sache bezeichnenden Worten: ״So wenig es uns auch zustehen dürfte, ein Näheres und Mehreres über das nur Gott allein zustehende ברת-Verhängnis wissen oder ahnen zu wollen, so dürfte doch הברת מעמיה zunächst ein Entwurzeln aus der diesseitigen und jenseitigen Zukunft ihres Volkes aussagen, die mit כרת belegten Verbrechen die sie begehende Persönlichkeit somit des dauernden Wurzeins in dem Zukunftsboden ihres Volkes unwürdig machen, somit im tiefen Zusammenhänge mit dem spezifisch jüdischen Wesen stehen.“ HofEmann dagegen meint, die כרת- Strafe sei gewissermaßen eine סקילה der Seele, ein Hinabstürzen aus der Höhe. ״Im allgemeinen ist ברת als die von Gott ausgeführte Todesstrafe zu betrachten, die sich nach dem Grade des Verbrechens immer anders gestaltet und deren Art und Weise uns nicht offenbart wurde.“ Dieses Geständnis mag die folgenden Bemerkungen, die naturgemäß nur den