Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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382 Probleme der Pentateuchexegese. zu P; ebenso Nöldeke, Kayser, Dillmann und Baentsch (vgl. seinen Comment. S. 116 die Zusammenstellung der Gründe für diese Ansicht). Kuenen bemerkt: ״Dieser Stab wird in v. 16 eben nur erwähnt, und zwar neben der ausgestreckten Hand, die in v. 21, 26, 27 an seine Stelle tritt.“ — Allein auch sonst, z. B. 9,23 und 10,12, tritt die ausgestreckte Hand an die Stelle des Stabes. Wenn aber Dillmann, Baentsch und A. in 14,16 den Passus: הרס את מטך ו als von B aus E eingetragen erklären und dies damit begründen, daß diese Stelle eine Dublette sei zu dem folgenden Satz: ״und strecke deine Hand über das Meer“, so verweisen wir nur auf 7,19 (P). Wenn dort gesagt wird: ״Nimm deinen Stab und strecke deine Hand über die Gewässer Ägyptens,“ so kann es auch hier heißen: ״Erhebe deinen Stab und strecke deine Hand über das Meer.“ Es gibt also keinen anderen Grund, jenen Passus zu beseitigen, als die unbewiesene Hypothese der Kritiker, wonach in P nur Aharon, nicht aber Mose, vermittels des Stabes Wunder verrichtet. Der Hypothese zuliebe muß der Vers zerschnitten werden. Das nichtige ist aber, daß man umgekehrt den Vers intakt und die Hypothese fallen lasse. Man will ferner eine Differenz zwischen P und JE darin finden, daß nur bei ersterem die ägyptischen Zauberer auftreten und das Wunder nachmachen, oder nicht nachmachen können, in den anderen Quellen aber von den ״Chartummim“ nicht die Bede ist. — Hier sei vor allem bemerkt, daß in der Thora die Chartummim Ägyptens zum ersten Mal in Gen. 41,8 erwähnt werden, an einer Stelle, die man E. zuteilt. Was indessen die Wirksamkeit der Sehriffckundigen bei den Wundern betrifft, so hat es damit folgendes Bewandtnis. Nachdem die Chartummim das Schlangenwunder und die beiden ersten Plagen ebenfalls zu wirken vermocht hatten, versuchten sie dies auch bei der dritten Plage (בנים), und da es ihnen nicht gelang, sprachen sie zu Pharao: ״Das ist ein Finger Gottes!“ (8. 15). Das heißt, wie Ibn-Esra und Malbim erklären1), die Gottheiten 1j Ebenso erklären Keil, Dillinann und Strack.