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Jeschurun · 1917-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1917) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1917)
Date
1917-07-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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w₪M₪₪M₪₪n₪₪am₪K₪₪₪₪m₪M₪m₪₪₪₪₪₪₪₪₪BBB₪H&am₪₪M warn—a— Die nationalen Forderungen des jüdischen Volkes in Rußland usw. ^6 5 bevölkernden nationalen Minoritäten richten soll. Das kann nur eine eigene Gesetzgebung tun. Es ist daher verständlich, wenn von jüdischer Seite die Forderung erhoben wird, man solle den Juden die Selbstverwaltung auf wirtschaftlichem Gebiete überlassen. Ein spezielles jüdisches Organ (von dem ich nachher noch ausführlicher sprechen werde) soll zu diesem Zwecke geschaffen werden. Sagen wir mal zu größerer Anschaulichkeit ein eigenes jüdisches Handels- oder Finanzministerium. Es soll die Kompetenz erhalten, alle nötigen Maßnahmen auf dem Gebiete des wirt־ sehaftlichen Lebens der Juden zu treffen und die nötigen Be- Stimmungen zu erlassen. Es soll die gegenseitigen Beziehungen normieren, alle diese spezifischen Formen regeln, die versehiedensten Organisationsbestrebungen zu vereinheitlichen und zu unterstützen suchen. Alles, was hier von den Sondererscheinungen auf wirtschaftlichem Gebiete gesagt wurde, gilt auch von dem alltäglichen Leben der Juden. Auch hier haben es die besonderen Lebensbedingungen zu spezifischen Erscheinungen gebracht. An einem Beispiele sei das wiederum bewiesen. Betrachten wir den hygienischen Zustand der Juden. Bekanntlich sind sie in Rußland wie auch überall in überwiegender Mehrheit Städter. Gar mancher unter ihnen war nie in seinem Leben auf dem platten Lande und weiß nicht mal, wie ein grüner Halm aussieht. Diese Abgeschiedenheit von der Natur bringt es mit sich, daß manche Krankheit, die den Städtern eigen ist, sich besonders unter den Juden verbreitet hatte, wie z. B. die Tuberkulose. Andere Krankheiten kommen bei ihnen dagegen seltener vor, als bei der übrigen Bevölkerung. Bei Epidemien, die in großen Zentren so oft Vorkommen, haben die Juden in größerem Maße als die anderen zu leiden, wiederum aus demselben Grunde, daß sie ein städtisches Element sind. Auch rein äußerliche Umstände, wie z. B. das enge Zusammenleben der Juden in besonderen Judenvierteln, die Folge ihres Zusammengehörigkeitsgefühls,, bleiben nicht ohne Nachwirkung auf ihren Gesundheitszustand..

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