Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1917)
- Date
- 1917-06-01
- Page
- – (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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346 Zum Unterriclit in der hebräischen Grammatik. erhält und andererseits diese Schüler selbst mehr Verständnis für den Grammatikunterricht zeigen. Hier kann Verhältnis־ mäßig schnell das früher Versäumte nachgeholt werden. Es gelingt, ohne daß man besondere Grammatikstunden einrichtet, in den darauf folgenden Jahren die Schüler dahin zu bringen, daß sie alle Verbalformen analysieren können, das allerwich־ tigste von der Nomina wissen und die Regeln der Syntax in sich aufgenommen haben, die zu einem Eindringen in den eigenartigen Charakter des hebräischen Satzbaues unbedingt bekannt sein müssen. Alle anderen gelehrten und ungelehrten Dinge, die im Gesenius stehen, sind ja für den Schüler nur Ballast. Über die Methode braucht man den Fachgenossen nichts zu sagen. Immer und immer wieder erneute Einprägung der Perfecta und Imperfecta der sieben Konjugationen. Ein- Übung an allen vorhandenen regelmäßigen Verben. Einige Minuten in jeder Stunde darauf verwenden, aus dem Teil der Bibel, der gerade der Lektüre vorliegt, diese Formen herauszusuchen. Infinitiv und Imperativ der sieben Konjugationen dürfen nicht gelernt werden. Immer und immer wieder wird in der Stunde geübt, wie der Imperativ und Infinitivus constructus aus der 2. Person des Imperfects gebildet wird durch Fortstreichung des Präfix. Auf den Unterschied des Imperativ und Infinitiv im Hiphil wird ebenso oft hingewiesen, und auf den Entstehungsgrund dieses Unterschieds, auf die Ableitung des Imperativs von den erhaltenen Resten des Jussiv. Man braucht dann den Imperativ und Infinitiv nicht gesondertlernen zu lassen, sie sind bis auf den Hiphil beide gleich, und der Unterschied in Hiphil kommt immer wieder zum Bewußtsein. Den Infinitivus absolutus lasse ich überhaupt ausscheiden. Die dem Infinitivus construetus so ähnlichen und von ihm doch so verschiedenen Formen stellen eine schwere Belastung des Gedächtnisses dar. Und eine unnütze, denn der Inf. absolutus bietet von allen Formen dem Schüler die leich־. teste Möglichkeit, den Stamm zu erkennen und sich im Text mit Hilfe des Wörterbuches zurecht zu finden. Bei allen unregelmäßigen Verben wird mit fast pedantischer Strenge da־