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Jeschurun · 1917-06-01 · Heft 6 (Juni 1917) · page 56

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 6 (Juni 1917)
Date
1917-06-01
Page
– (sequence 56)
Language
German
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344 Zum Unterricht in der hebräischen Grammatik. und das Lehrerkollegium der Schule, das sich jeder Zeit fast ausschließlich aus Akademikern zusammensetzt, die z. T. noch wissenschaftliche Pädagogik zu ihrem Fachstudium gemacht, auch nicht von allen guten Geistern der Erziehungskunst verlassen ist, so dürften diese Erfahrungen zum mindesten einen Beitrag zu einer gerechten Kritik der von dem gesch. Verfasser gemachten Vorschläge bieten. Einen Beitrag; denn auch unsere Schule ist nur eine Schule unter anderen, mit einer eigenartigen Zusammensetzung des Schülermaterials. Der Verfasser hat uns doch nicht deutlich genug von dem Ergebnis des nach seiner Methode geübten Unterrichts erzählt und vor allem nichts darüber, um was für eine Gattung von Kindern es sich handelt, ob Volksschulkinder oder solche, die eine höhere Schule besuchen. Denn das ist das erste! Unsere Religionsschule, die auf der unteren Stufe zu einem großen Teil von Kindern besucht wird, die ״die Gemeindeschule“ besuchen, hat bis jetzt bei jedem Versuch, einen irgendwie methodischen Grammatikunterricht in die unteren Stufen zu verlegen, die Waffen gestreckt. Die Gemeindeschüler, die nicht einmal eine moderne fremde Sprache erlernen, können eben nicht in den Geist der grammatischen Formen eindringen, sie sind nic*ht imi Stande, nach der noch so wiederholten Durchnahme der Formen, sich mit Hilfe eines Wörterbuches selbständig vorzubereiten. Die Vorschläge des Verfassers (auf S. 260) ״Die Pronomina, die Singular- und Pluralformen, die Änderungen des Adjektivs, die Numeralia, die Prä- und Suffixe, endlich das Kai des Verbs“ durchzunehmen, erscheinen uns so selbstverstündlich. Wir können uns nicht vorstellen, daß das nicht überall, wo irgendwie Bibel- und Gebetunterricht erteilt wird, geschieht. Was wir leugnen, ist nur, daß auf dieser Grundläge sich irgendwie ein fester Bau errichten läßt. Es ist bekannt, daß die Kenntnis des Kal des regelmäßigen Verbums verzweifelt wenig dem Schüler nützt zur Erfassung der Formen, wenn er sich irgend einen Text gegenübersieht, der nicht ad hoc für die Übungszwecke verfaßt wird. Ganz ein-

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