Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1917)
- Date
- 1917-06-01
- Page
- – (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2292929-2292969-2292975--02208-2295474- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zum Unterricht in der hebräischen Grammatik. 343 Städten wurden die Juden in ähnlicher Weise abgesondert, und es gab eine Anzahl von Städten, die ein besonderes Vorrecht, ״de non-tolerandis Judaeis“ genannt erhielter, das die Ansiedelung von!Juden überhaupt verbot. Abgesehen von diesen Beschränkungen im Wohnrecht wurden vom König, der oft den mächtigen städtischen Behörden nachgeben mußte, die gelegentlich, wie es mit Posen, Lemberg und ׳Krakau! der Fall war, sich zu gemeinsamem Auftreten vereinigten, ähnliche Bestimmungen erpreßt, die den Handel der Juden lahmlegen sollten. (Fortsetzung 'folgt.) >!!!!! Zum Unterricht in der hebräischen Qrammatik. Zu dem unter diesem Titel erschienenen Aufsatz in Heft 'V des Jeschurun, möchte ich in einem Nachwort, das voriges Mal wegen Raummangels ausfallen mußte, einige Bemerkungen hinzufügen. Ich gebe seit 26 Jahren an einer der größten Religionsschulen Deutschlands, die auch darin eine besondere Stellung einnimmt, daß sie einen Teil ihrer Schüler bis zum Abiturientenexamen behält den ניד unterricht in den höheren Klassen, also Schülern vom 14. bis zum 18. Jahre. Ich .darf mich also zu dem erörterten Thema schon deshalb äußern, weil ich den Mangel an grammatischen Kenntnissen bei den Schülern der Religionsschule an eigenem Leibe spüre. Es versteht sich auch von selbst, daß innerhalb des Lehrerkollegiums seit Jahrzehnten die Notwendigkeit des Unterrichts in der hebräischen Grammatik erörtert wird und alles Mögliche unternommen wird, ihn fruchtbringend zu gestalten. Was ich hier erfahren, will ich mitteilen; da die Berliner Kinder doch nicht die unbegabtesten im ganzen Reiche sind