Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1917)
- Date
- 1917-06-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Minhag der Formeln סברי כלרכן, ,ברטורת und לחיים. 321 ומפני הפחד הוא אומר בך והן עונין לחיים יפי weil der Wein unliebsame Folgen herbeiführen kann, wie Trunkenheit usw. Dann, weil durch den Wein Fluch auf die Welt kam מפני שהיין הביא קללה לעולם והזק בימי נח שנשתכר מן היין וקילל את כנען על כן אומרים סבר‘ וכי ועל כן רגילין בני אדם להשיב אחריו לחיים (Sehibole Leket, Likute Hapardes 1. c.). Schibole Leket 1. c. teilt noch folgenden Grund mit. Nach Sanhedrin 43 a (Semachoth II, Jad Chasaka Hilch. Sanhedrin 13,2) wurde dem zum Tode verurteilten durch Weihrauch verstärkter Wein zum Genüsse gereicht, damit er betäubt werde. Deshalb wird vor dem Genüsse von Wein סברי gesprochen, um damit anzudeuten, daß dies kein Wein ist, der Vorbote des nahenden Unheils ist; die Anwesenden stimmen ein mit ללחיים um dadurch zum Ausdruck zu bringen שתה ״ בלב טוב כי יין זה של חיים הואtrinke fröhlichen Herzens, denn diesen Wein ist lebensspendend״. Im Midrasch Tanchuma פקידי (ed. Warschau 1879.) wird derselbe wie folgt mitgeteilt: Nachdem das Zeugen verhör beendet war, forderte man dieKichter zur Mitteilung ihrer Ansicht auf mit den Worten סברי מרנן, worauf sie ihr ״Schuldig״ oder ״Nicht schuldig״ sprachen. והם אומרים אם לחיים לחיים ואם למיתה למיתה. Wurde der Angeklagte für schuldig erklärt, so wurde bald das Urteil an ihm vollstreckt, vorher aber reichte man ihm einen Kelch mit gutem starken Wein, damit er den Schmerz der Hinrichtung nicht zu sehr empfinde. Im Anschluß hieran berichtet Tanchuma וכן שליח צכור כשיש כידו כוס של קדיש אי של הבדלה והוא אומר סכרי מרנן ואומר הקהל לחיים כלומר כי לחיים יהא הכוס, daß der Schliach Zibbur vor Kiddusch oder Hawdoloh die Worte סכרי מרק an die Gemeinde richtet und diese darauf ״ לחייםerwidert, um damit zu sagen, daß dieser Becher Wein zum Leben und zur Gesundheit getrunken werde״. (Cfr. Beth Chodosch Orach Chaim 174). [Diese Stelle findet sich in der Buberschen Tanchumaausgabe nicht. Buber weist in der Einleitung HI jedoch auf sie hin und hält sie für einen spätem Zusatz. Rabbi Herseh Chajes (Wilnaer Talmudausgabe Sanhedrin 43 a) stellt 22