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Jeschurun · 1917-06-01 · Heft 6 (Juni 1917) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 6 (Juni 1917)
Date
1917-06-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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318 Probleme der Pentateuchexegese. Gott forderte 1). In gleicherweise wird auch in Exod. 6,3 bloß von derjenigen Gottesoffenbarung an die Väter gesprochen, in der endgiltig das heilige Land für das Volk Israel bestimmt wurde und Gott verhieß, sein Gott zu sein (vgl. WI 24). Wenn sich Gott damals nur als E. Sch. und nicht, wie jetzt, als JW offenbarte, so soll Israel daraus erkennen, daß jetzt erst die Zeit der Erfüllung der den Vätern gegebenen Verheißungen gekommen ist, die darin gipfeln, daß sich Gott Israel zum Volke erwähle und als JW (als ein Gott, der stets mit ihnen ist und in ihrer Mitte wohnt, Exod. 29, 45 f.) ihr Gott sein will. — Daß die Kinder Israels auch diese Bede Mose’s nicht hörten, legt der Prophet Ezechiel, sowie unsere Weisen im Midrasch, mit Becht dahin aus, daß sie dem Götzendienste nicht entsagen wollten. שהיה קשה להם לפרוש מע״ז (vgl. Mechilta zu Exod. 12, 21). Erst in 6, 10 f erhält Mose den Befehl, von Pharao die Freilassung Israels zu fordern. Das Nähere, wie er diese Forderung Vorbringen und begründen soll, wird hier nicht gesagt, weil dies bereits oben (3,18; 5, 1 ff.) mitgeteilt ist. Es wird dann in Kürze berichtet, daß Mose sich wegen Mangels an Beredsamkeit zu dieser Sendung nicht für befähigt hielt und daß Gott, wie vorher für das Volk Israel, jetzt auch für Pharao Aharon dem Mose als Sprecher beigegeben (6, 12—13). Die Worte: ״er befahl ihnen in Betreff der Kinder Israels“ (6,13) können sich nur auf den oben in 4, 15 f (vgl. 4, 30) enthaltenen Befehl beziehen, weil man sonst nicht findet, daß Aharon in Betreff des Volkes einen Befehl erhalten (oder daß er zu den Kindern Israels gesprochen hat). Wir sehen also auch hier, daß P die Berichte, die angeblich andern Quellen angehören, voraussetzt. Bäntsch sieht sich deshalb genötigt, den ganzen V. 13 dem Bedaktor zuzuweisen, eine Tendenzkritik, die man nicht zu widerlegen braucht. Dillmann wieder will den Passus 'ויצום אל בני ישראל וגו streichen, weil er in LXX fehlt. Allein es ist doch eher anzunehmen, daß der alexan- ף Vgl. hierüber meinen Kommentar zu Lev. II, S. 237 f.

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