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Jeschurun · 1917-06-01 · Heft 6 (Juni 1917) · page 23

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Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 6 (Juni 1917)
Date
1917-06-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Probleme der Pentateucbexegese. 311 diese Angaben des P verschwiegen und uns keine Spur davon erhalten, ist schon deshalb unannehmbar, weil wir doch anderweitig (z. B. Gen. 19,29; 31, 18; Exod. 1,13—14) nach der Analyse der Kritik wahrnehmen, wie der Red. bestrebt war, jede auch noch so unbedeutende Mitteilung des P zu erhalten und in die anderen Berichte einzuflechten. Von den meisten neueren Auslegern wird der Abschnitt Exod. 6,2—7,7 für eine Parallele von Exod. 3 aus der Urkunde P erklärt. Allerdings gesteht man zu (und dieses Zugeständnis ist unabweislich), daß der Red., der P mit JE verschmolz, unser Stück ״als eine zweite Berufung Mose’s, die ihm in der Stunde der Verzweiflung in Ägypten zuteil geworden ist“, gefaßt hat. Doch meint Bäntsch (u. And.), diese Auffassung des vorliegenden Stückes sei ״ganz gegen dessen Natur“. Auch Eerdmans (III, 20), der 6,2 ff. nicht für ein P-Stück hält, meint, es brauche nicht ausführlich nachgewiesen zu werden, daß Exod. 6, 2 ff. mit der vorhergehenden Erzählung im Widerspruch stehe. Denn nachdem Gott sich dem Mose Exod. 3,6; 13 f. als den Gott der Väter offenbart hat, könne Exod. 6,2 diese Offenbarung nicht noch einmal als etwas ganz Neues bringen. — Allein es wird sich weiter unten zeigen, daß einerseits die letztere Offenbarung die erstere voraussetzt, andererseits einen weiteren Eortschritt de* Heilstaten Gottes für das Volk Israel kundgibt. Ferner findet Eerdmans darin einen Widerspruch, daß in Exod. 6,9 Moses selbst zu den Israeliten redet, während er 4,10 ff behauptet, nicht reden zu können, und in 4,14 f. berichtet wird, daß Aharon zu den Israeliten reden würde. Allein bereits Dünner hat (in Grätz7 Monatsschrift 1870 S. 150 ff.) nachgewiesen, daß es bei der ersten Aufforderung, die Gott an Mose gerichtet, galt, das Volk zur Mitwirkung beim Befrei־• ungswerke zu bewegen. Hierzu hielt Mose die Gabe der Beredsamkeit für unentbehrlich. Dies schließt aber keineswegs aus, daß Mose seinen Brüdern eine Gottesoffenbarung mitteilen konnte, um sie in ihrem Unglück zu trösten. Und als auch dies ihm nicht gelang, als er beim Volke kein Gehör fand, glaubte er, wegen seiner mangelhaften Beredsamkeit auch für solche minder schwierige Sendung ungeeignet zu sein (6,12).

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