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Jeschurun · 1917-06-01 · Heft 6 (Juni 1917) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 6 (Juni 1917)
Date
1917-06-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Ein Buch, das noch zu schreiben ist. 297 einer zukünftigen —Wissenschaft richtig verstanden wird. (Beispiel: הקב״ה בורא עולמות ומחריבן). Kur muß hier vor allzu eifrigem Vorgehen gewarnt werden, wie es ja schon z. B Preuß in der Einleitung seiner Bibl.-talmud. Medizin (S. 8) tut. wenn er Gleichsetzungen wie Masikin und Bakterien und dgl. ablehnt. Man darf sich nicht allzu rasch zufrieden geben. .,Est quaedam et nesciendi ars et scientia“. (Gottfr. Hermann). Und ebenso muß dagegen Verwahrung eingelegt werden, wenn etwa unsere von Gott gegebenen Speise- und Kegaim-Gesetze als rein hygienische Maßnahmen hingestellt werden. Gewiß will auch die Thora unser leibliches Wohl fördern: aber sie tut es nach ihrer Weise, ohne sich darum zu kümmern, ob sich ihre Satzungen gerade mit den wissenschaftlichen Anschauungen einer bestimmten Zeit berühren. Diese Anschau־ ungen können sich ja ändern, die Thora aber bleibt sich immer gleich 1). Zudem trifft manche auf diesem Gebiete aufgestellte Behauptung ja gar nicht zu: so hat ja mit vollem Recht S. R. Hirsch auf die Behandlung des Aussätzigen am Festtage oder des Aussätzigen, der Bräutigam ist, hingewiesen, um die Analogie der modernen Absperrungsmaßregeln bei ansteckenden Krankheiten zu widerlegen. IH. Der speziellen Apologetik nun könnte ein Abschnitt vorangehen, in dem die wichtigsten allgemeinen Fragen behandelt werden, mit denen sich jeder bewußte Bekenner einer jeden positiven Religion auseinanderzusetzen hat. Solche Erörterungen gehören freilich, streng genommen, nicht zu den Aufgaben einer Apologetik des gesetzestreuen Judentums, nicht einmal einer solchen des Judentums überhaupt — aber unser Buch soll ja, gleichsam ein moderner בל בו, seine Leser befähigen, nach Möglichkeit alle n Angriffen zu begegnen und der Forderung zu genügen: ״Wenn Dich jemand etwas fragt, *) Deshalb werden wir es selbstverständlich doch immer mit Freuden begrüßen, wenn wir ungezwungen Übereinstimmungen zwischen Thora und Wissenschaft feststellen können.

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