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Jeschurun · 1917-06-01 · Heft 6 (Juni 1917) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 6 (Juni 1917)
Date
1917-06-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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2q8 Ein Buch, das noch zu schreiben ist. sollst du ohne Schwanken sogleich die Antwort geben können•'. Ihnen kann es nicht genügen, wie es der wissenschaftliche Apologet ja wohl tun wird, in all diesen Bingen das onus probandi auch auf die Bekenner der anderen Religionen zu überwälzen. Und ferner: diese Dinge müssen ja hier auch vom Standpunkte des gesetzestreuen Judentums behandelt werden. Also zunächst die Argumente der theistischen Welt anschauung, kurz und präzis gefaßt — dabei Hinweis auf die stetige Zunahme der Anhänger dieser Weltanschauung, mit Nennung von Namen wie Virchow, Du Bois-Reymond, Wundt — aber auch die Argumente der Gegner. (Über das Verhältnis eines wissenschaftlichen Theismus zum Offenbarungsglaub en vgl. E. Munk, Die Fortdauer des überlieferten Judentums im Wechsel des Zeitgeistes, Berlin 1912). — Das Wunder (Zitat aus Lotze, Mikrokosmus, IV. Buch, Kap. 3, angefülrt von Dr. Ascher a. a. 0. und etwa aus S. R. Hirsch, Kommentar zu Exod. IH 20). — Das Problem der Theodicee (Wohlgemuth in der Jüd. Presse 1904, Monatsschr. S. 29 ff.) — Willensfreiheit. — Unsterblichkeitslehre (vgl. Wohlgemuth, Die Unsterblichkeitslehre in der Bibel). Die Apologetik im engeren Sinne hätte dann den gewaltigen Stoff zunächst in zwei Hauptteile zu gliedern: 1. Fragen und Bedenken, die sich dem einfachen Leser und dem in die Wissenschaften Eingeweihten beim Studium der schriftlichen und mündlichen Lehre ergeben, 2. Fragen und Bedenken, die sich dem mit unserer Lehre Vertrauten v ufdrängen, wenn er an die moderne Wissenschaft herantritt. Ich kann hier natürlich nur ganz wenige Punkte beruh״ ren, hauptsächlich, um zu zeigen, wie konkret und wie ins einzelne gehend m. E. die Behandlung sein müßte, um den Zweck zu erreichen; damit ist nicht gesagt, daß alles detailliert behandelt werden soll oder werden kann. 1. Im erzählenden Teil der Bibel wird der Leser z. B. vor dem Glauben gewarnt werden müssen, als seien alle Handlungen ihrer Helden nachahmenswert oder auch nur

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