Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Literarische Notizen. 276 dienen in völligem Gehorsam nach seinem Wort. Alsdann kann man ״vor diesem schrecklichen Gott bestehen44, vor dem die Leute von Beth Schemesch wegen des von der Lade ausgegangenen ״großen Schlages44 (1. Sam. 6, 19) sich so sehr gefürchtet haben. Ein so beschaffenes Sanctissimum des wahren Gottes ist nun für Prof. K. lediglich ein dem niederen Volksglauben angehöriges Glaubensobjekt, ein Zeichen der ״ins Wanken geratenen geistigen Art Jv‘sa. Von zwingenden, haltbaren Beweisen für seine Behauptung haben wir bei diesem Theologen nicht eine Silbe gelesen. (Fortsetzung folgt). Literarische Motizen. Von Rektor Dr. Hoffmann, Berlin. V. In Schebuot 6 b und in Schabbat 54 a wird die weiße Aussatzfarbe שאח gleich der von צמר נקי בן יומו שמכבנין אותו gesetzt. Dies wird von sämtlichen Kommentaren (Raschi, Rasch und Rambam zur Mischna Negalm, Anf.) erklärt: ״wie reine Wolle eines Lammes am Tage seiner Geburt, das man umhüllt. Rasch und Maimonides haben שמכבסין statt שמכבנין gelesen1). Daß diese LA. falsch ist, ersieht man aus der Stelle in Schabbat, wo das כבונות der Mischna damit erklärt wird. Es scheint aber danach das נקי überflüssig zu sein, da in den anderen Bestimmungen schon die Reinheit der WoUe genügend ausgedrückt ist. Raschi in Schebuot scheint dieser Frage begegnen zu wollen mit der Bemerkung, daß die Wolle am Tage der Geburt nicht rein ist und erst später durch die Umhüllung rein wird. Es ist aber höchst merkwürdig, daß dies mit der Erklärung von Raschi selbst in Schabbat im Widerspruch sich befindet. Außerdem fehlt bei יומו p ״das s) Sie wollen wohl damit das בקי erklären; die Wolle wird erst rein durch das Waschen.