Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2292929-2292969-2292974--02139-2295404- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Professor Kittels Obergut achten. 275 ist nicht wahr, daß ״die Leute“ überhaupt sich scheu zurückhalten müssen. Weder den Philistern, welche die Lade Gottes in den Wagen stellten und hinter der Lade hergingen, noch den Leviten, welche auf dem Felde Josua’s von Beth Sehemesch, wo der Wagen stille stand, die Lade herunternahmen, noch den Männern von Beth Schemesch, welche Ganzopfer darbrachten, geschah ״ein großes Unglück44, trotzdem sie der Lade so nahe kamen, und ebensowenig geschah den Männern von Kirjath Jearim, welche kamen und die Lade Gottes von Beth Schemesch abholten und nach Gibea in das Haus Abinadabs brachten, irgend ein ״Unglück44. Die Ursache, weshalb Gott eine Anzahl Bethschemiten so schwer strafte, war dies, daß sie in weltlicher Neugier und Freude sich der Bundeslade genähert hatten. Denn Gott ist heilig und darf niemals ein Gegenstand purer Neugierde werden. Es war keine heilige Freude gewesen und sie hatten Gott zu einem Gegenstand der Augenlust gemacht. Als später das Haus Obed Edoms, eines Gathiters, der in Jerusalem wohnte, für die Aufnahme der Lade Gottes augenscheinlich von Gott gesegnet wurde, da war dies ein deutliches Zeichen, daß Jv. nicht bloß ein ״verzehrendes Feuer44 (vgl. Hebr. 12, 29, wofür Professor K. mit spöttischer Nuance: ״ein fressendes Feuer44), sondern auch ein Gott ist, dessen Nähe eitel Segen ist für die, so ihn fürchten. Daher faßte David den Entschluß, diese heilige Lade, ״über welcher der Name genannt wird, der Name Jv?s Zebaoth, der über Cherubim thront44, nach Zion zu bringen. Und auch diesmal war Jv. ״kein fressendes Feuer44 •und geschah kein ״Unglück44, aus einem Grunde, der ja für Prof. K. allerdings weiter nichts als ein Zeichen ist von der ״ins Wanken geradenen geistigen Art Jv*s44. Der Grund war, daß David auf die Weise achtete, wie Jv. unter seinem Volk verehrt sein wollte, daß er vor allen Dingen Sorge für Einhaltung der Thora vor schrift trug, daß die Lade auf den Schultern der Leviten getragen und nicht angerührt werden sollte (Num. 4, 12). Wenn Gott ein Gebot gegeben hat, so darf man sich davon nicht eigenmächtig entbinden, sondern man muß ihm