Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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0ך2 Professor Kittels Obergutachten. verkehren kann wie im Paradies, das ist für Prof. K. das Normale, und wer glaubt, was jener in alter Vergangenheit lebende Verfasser von sinnentälliger Erscheinung Gottes geschrieben hat, dessen Vorstellung von der geistigen Art Jv’s ist ״ins Wanken geraten“. Wir bedauern, daß Prof. K. sich nicht darauf eingelassen hat, auch Jesus und seine Apostel, die Kirchenväter und die gesamte Kirche als solche zu kennzeichnen, deren auf der Bibel fußende Vorstellung von der geistigen Art Jv?s ״ins Wanken geraten ist“. Wahr ist?s, wir können uns Gottes, des Geistes, Erscheinung nicht vorstellen. Wir tonnen uns auch die Leiber der Engel, von deren Erscheinung die Schrift erzählt, nicht vorstellen und wir können uns unsere eigenen geistlichen Leiber,- die wir dereinst in der Auferstehung empfangen werden (vgl• 1. Kor. 15, 46), nicht vorstellen. Deswegen aber etwa die Bealität eines geistlichen Leibes ableugnen zu wollen, wäre die reinste Willkür. Wenn Gott den von ihm erschaffenen geistigen Wesen ein Gewand gegeben, sollte er selbst etwas ganz Formloses und ohne Gestalt sein? sollte er nicht eine, natürlich ihm, dem Geist, entsprechende äußere Hülle haben? Sollte etwa gar das Schauen Gottes von Angesicht zu Angesicht, welches uns nach dem Neuen Testament (l.Kor. 13,12; Offb. Joh. 22, 4) im ewigen Leben gestattet ist, nur bildlich gemeint sein? Und sollte erst jene letzte Gotteserscheinung, vor welcher ״heulen werden alle Geschlechter auf Erden“, den unentrinnbaren Beweis liefern müssen, daß man Gott wirklich sehen kann, und zwar so, daß nur die an ihn und sein Wort Glaubenden getrost sein können, die andern aber vor seiner Erscheinung in Angst vergehend sagen werden: ״Ihr Berge, fallet über uns! ihr Hügel, bedecket uns“? (Hos. 10,8; Offb. Joh. 6, 16). ״Bei Abraham erscheint Gott in sichtbarer Gestalt“,- fährt Prof. K. in seiner Aufzählung der Gotteserscheinungen fort, welche sich mit einer wahren Vorstellung von der geistigen Art Jv’s nicht vertragen können, wie er meint. Es handelt sich bei der Geschichte Gen. 18 um drei Boten Gottes, die dem