Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Zum Unterricht in der hebräischen Grammatik. 261 der Unterricht sprüht Leben, erregt Interesse, weckt häuslichen Fleiß, zeigt wachsende und, vor allem, bleibende Erfolge, denn er ist von Geist und von des Schülers eigenem Denken getragen. Alle Dressur ist aus der Schule gebannt. Die jungen, ins Leben tretenden Schüler sind imstande, alle nicht gar zu schwierigen Texte zu verstehen, mit Andacht, weil mit Bewußtsein zu beten, die Bibel im Urtext zu lesen und auch beim .,Lernen‘4 sich selbst zu helfen, insbesondere wenn nach den Anweisungen des Herrn Prof. Caro in den höheren Klassen ein streng wissenschaftlicher Sprachunterricht erteilt worden ist,, dessen Betrieb ich aufs wärmste empfehle. Machen wir Lehrer uns also endlich frei von dem alten Zopf des ״Ubersetzungsunterrichts4‘, geben wir Sprachunterricht, ohne dabei ein anderes Ziel im Auge zu haben als: die lebendige Teilnahme am Gottesdienst und — was ich noch höher schätze — das Eindringen in die Gotteslehre zu ermöglichen. Religionsunterricht und Religion werden nicht darunter leiden; aber aus der Kenntnis der Bibel wird Liebe zur Bibel erwachsen aus der Kenntnis der Heiligen Schrift das Herz erglühen für deren heiligen Inhalt. Ihr Eltern aber unterstützt uns Lehrer in dieser Reform dadurch, daß Ihr uns in den ersten Schuljahren nicht drängt,, vielmehr wartet, bis die Erfolge unseres Unterrichts Euch greifbar vor die Augen treten, Euren Kindern als reife Früchte in den Schoß fallen, Samen tragend bis in das späteste Alter! עוד ינובון בשיבה דשנים ורעננים יהיו: 18