Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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Zum Unterricht in der hebräischen Grammatik. 259 tik nebenher schleppenden Unterricht, dessen Stoffe sich durchaus nicht von dem bisherigen unterscheiden: Gebetbuch. Bibel und Machsor. Und dieses Ziel ist auch mit kleinen Mitteln zu erreichen; sind denn 2—3 Wochenstunden, vom sechsten oder siebenten Jahre an erteilt, nicht gleich vier oder mehr solcher Stunden, in späteren Jahren begonnen? Warum also sollte man den hebräischen Sprachunterricht nicht mit anderem fremdsprachlichen Unterricht vergleichen, also auch ähnliche Erfolge erwarten können, selbst wenn Eltern und häuslicher Fleiß nicht so sehr mithelfen wie sonst. Im übrigen habe ich, seitdem ich wenigstens in den ersten Schuljahren mehr den Ubersetzungsunterrieht nach meinen Ideen umgewandelt habe, auch bezüglich des häuslichen Fleißes angenehmere Erfahrungen gemacht; die Schüler brauchen bei den neuen Lehrbüchern (ich will keine namhaft machen) keine oder weniger fremde Hilfe. Wir müssen uns nur endlich freimachen von dem frühen Bearbeiten und dem zu schnellen Erwarten des eigentlichen Zieles, wir müssen — natürlich unter Benutzung geeigneter Hilfsmittel — methodisch aufbauen, kurz, wir müssen statt des typischen ״Ubersetzens״ Sprachunterricht treiben und dürfen dabei uns nicht der Furcht hingeben, darunter leide das Religiöse des Religionsunterrichts. Und will man durchaus nicht verzichten auf das frühe ״Verständnis der Gebete״, nun so mag man in Gottes Namen die Kinder unter Hinweis auf ihnen bekannte Stichworte mit dem Inhalt des Gebetstückes bekannt machen, nachdem man es geläufig und grammatisch richtig lesen gelehrt. So wird vielleicht, nein sicher größere Vertrautheit mit dem Gebetbuche erzielt werden können, als bei dem ewigen,!-.-.umreiten auf gleichen Steckenpferden. Liest man denn in den ersten Schuljahren schon fremde Klassiker? Warum tun wir’s — als moderne Pädagogen — warum verlangen wir7s — als moderne Eltern — im Hebräischen? Und ist es nicht eine Feierstunde, wenn der Sprachlehrer mit heranwach senden Schülern den Homer# oder den Tacitus, den Voltaire oder den Shakespeare liest? Glaubt man denn wirklich