Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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Zum Unterricht in der hebräischen Grammatik. 253 gern in einer Zeitschrift, die, wie ich hoffe, nicht ausschließlich in Fachkreisen gelesen wird, denn mit meinen Ausführungen wende ich mich zuerst und weit mehr an die Eltern schulpfliehtiger Kinder als an die Fachgenossen, zumal ich leider die Beobachtung gemacht habe, daß diese letzteren für grundlegende Aenderungen in ihrer Unterrichtsmethode bezw. ihrer Pensenverteilung schwer zugänglich sind. Ich möchte ferner vorausschicken, daß ich das Thema nur deshalb dem des Herrn Prof. Caro angepaßt habe, weil ich damit zeigen wollte, daß ich die Frage des hebräischen Unterrichts teilweise ähnlich wie dieser Herr auffasse, und weil ich glaube, dadurch die Leser dieser Blätter mehr für meine Sache zu interessieren. Indessen möchte ich weniger den Unterricht in der hebräischen Grammatik ins Auge fassen, als vielmehr überhaupt den ersten Unterricht in unserer heiligen Sprache. Der wirkliche Grammatik-Unterricht muß, wie ja auch Herr Prof. Caro hervorhebt, dem jeweiligen Schülermaterial angepaßt und kann in dieser wissenschaftlichen Art sicherlich nur in höheren Schulen erteilt werden. Dennoch freue ich mich, bezüglich des Endzieles ganz mit Herrn Prof. Caro einig zu sein: wir wollen nichts anderes erreichen, als daß der Schüler Jaezw.^ die Schülerin in den Stand gesetzt werde, jedes hebräische Wort, wenn es nicht gar zu schwer, seiner Form nach zu erkennen und zu übersetzen, d. h. also jeden hebräischen Text, sei er aus der Bibel, den Gebeten oder schließlich aus den rabbinischen Büchern, mit Verständnis und mit Sprachbewußtsein zu lesen, zu beten, zu ״lernen״, so daß jedes mechanische Vor- und Nachplappern aus unsern Schulen verschwinde. Ich gehe in der Verfolgung dieses Zieles sogar weiter als Herr Prof. Caro, und glaube, daß, unbeschadet der ״höheren Absichten“ unseres Unterrichts, in den ersten Schuljahren weit mehr Sprachunterricht in der zur Verfügung stehenden Zeit erteilt werden könnte und müßte, als etwa von jeder Stunde ein Teil oder in regelmäßigen Zwischenräumen ״eine ganze Stunde״. Nein, ich verlange weit mehr; ich stelle, um es kurz vorweg uz erklären, die Forderung, daß der ganze erste hebräische