Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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244 Bibelwissenschaftliche Irrangen. Arbeit von neuem lösen sollten, damit uns ״die Tbora an jedem Tage neu erscheine“ und deren Lösung sie eben nicht ein für alle Mal schriftlich fixiert hat, diese Schwierigkeiten werden von den Kräften, die dem Judentum gegenüber feindlich gesonnen sind oder ihm gleichgültig überstehen, benutzt, um ihre destruktiven Hypothesen daraus abzuleiten. Und wie schon pben erwähnt, diese Hypothesen fristen schon längst nicht mehr in dickleibigen, hochgelehrten und durch ihre langweilige Sprache abschreckenden Büchern ihr Dasein, sondern werden in sehr interessanter Darstellung, in formvollendeten Vorträgen dargeboten, in periodischen Heften, in Volksbüchern verbreitet und von den Lehrern der Geschichte Kindern auf der Schulbank als unverbrüchliche Tatsachen mitgeteilt. Es ist immer mißlich, wenn das Kind nach Hause kommt und erzählt, was der Lehrer gesagt oder sein Mitschüler, oder wenn er das Heft gelesen, das ihm einer seiner Bekannten zugesteckt, und mit roher Hand nun in das heiligste Empfinden eingegriffen wurde, dann nachträglich alle Mittel anzuwenden, um die Wunde zu heilen, in einem großen Vortrag alles wieder zurechtzustellen, alle Zweifel zu lösen. Wie anders, wenn der Vater selbst die Schwierigkeiten kennt und wenn nicht jede und die beste, so doch irgendeine Lösung geben kann, und wenn er die Sidra durchspricht, nun sein Kind selbst auf diese Schwierigkeit aufmerksam macht und ihm die Lösung gibt. Das Kind ist jetzt, gerade im gefährliehen Alter, nun gefeiht gegen den Angriff, und wenn diese Dinge an es herantreten," dann sagt es, stolz auf seinWissen* das habe ich ja langst gehört, darauf habe ich die und die Antwort zu geben. Vor allem der gefährliche Reiz des Neuen ist geschwunden, die Schutzimpfung hat die Kräfte geschaffen, die das eindringende Gift unschädlich machen. Der Vater, dem es ernst ist mit dieser Arbeit an seinen Kindern, der darf sich freilich nicht die Mühe verdrießen lassen, den Schwierigkeiten nachzugehen, die, wie gesagt, ja schon unsere Alten erörtert haben, wieviel ist darüber beim Abarbanel und