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Jeschurun · 1917-03-01 · Heft 3-4 (März 1917) · page 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 3-4 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
– (sequence 85)
Language
German
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״Max Stirner zur Judenfrage“. 213 nung kommendes Sein der tragende Grund und wesentliche Inhalt des Weltalls und seiner Geschichte und insbesondere der Heilsgeschichte ist. Die Selbstaussage Exod. 3,14 אהיה אשר אהיה, welche diesen Gottesnamen zur Signatur der mosaischen Erlösungszeit macht, bringt zu dem Begriff des absoluten Seins (aeviternitas) den der absoluten Freiheit (aseitas) hinzu und gibt dem an sich persönlichen Namen ein noch stärkeres persönliches Gepräge: Gott ist ewig sich selber gleiches, unbedingt sich selbst bestimmtes Ich. Es heißt so der Gott, der, was er geschichtlich zu sein beschlossen, unveränderlich und unhinter־ treiblich durchsetzt, der Gott, welcher die Geschichte in freiem ratschlußmäßigem Wirken durchwaltet und gestaltet.“ Man vergleiche auch den schönen Aufsatz von Franz Delitzsch: ״Trost des Gottesnamens Jv.“ in ״Saat auf Hoffnung“ XIII, 77 ff). Hier heißt es u. a.: ״Es kann kein fundamentaler Gottesname von tieferer Bedeutsamkeit gedacht werden als dieser. Der Geist der Offenbarung hat ihn geprägt. Er ist eigentürm lieh israelitisch: denn so oft man heimische Spuren desselben außerhalb des zum Träger der positiven Offenbarung erkorenen Volkes entdeckt zu haben glaubte, haben diese sich hinterdrein als triiglich erwiesen.44 (Fortsetzung folgt). Ma* Stirner zur ,Judenfrage“- Von Di. Eduard Metis, Breslau. Wenn ein Denker wie Max Stirner, der Verfasser des blendenden Werkes ״Der Einzige und sein Eigentum“ (1845), den man mit einigem Recht als Vorläufer Nietzsches bezeichnen kann, das Wort zur ״Judenfrage“ ergreift, so ist es klar, daß ihn nicht die religiöse Seite dei Angelegenheit interessiert. Seine politische Anschauung drängt ihn zur Betrachtung der Lage, in der sich zu seiner Zeit die Juden im preußischen Staate befanden. Vor dem Erscheinen seines Hauptwerkes war Stirner Berliner Korrespondent der ״Leipziger Allgemeinen Zeitung“ und der ״Rheinischen Zeitung“; kein Wunder, daß in seinen Berichten verhältnismäßig oft von

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