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Jeschurun · 1917-03-01 · Heft 3-4 (März 1917) · page 84

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 3-4 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
– (sequence 84)
Language
German
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212 Professor Kittels Obergutachten. Stellen dann Prof. Kittel im Auge hat, wenn er vom ״schreck« haften, in naturhaften Ausbrüchen von glötzlichem Zürnen und Wüten sich äußernden Charakter des Jv. der mosaischen und nachmosaischen Überlieferung“ spricht, wissen wir nicht. Uns ist keine Stelle bekannt, worin Jv. — man verzeihe, wenn wir auf den Boden des Prof. Kittel herabsteigen und trivial reden — das moralische Gleichgewicht verliert und sich einem plötzlichen, launenhaften Zürnen und Wüten ergibt wie z. B. der Perserkönig Kambyses. Aber vom Zorn und Eifer Gottes ist allerdings viel im A. T. die Bede, und nicht nur im Alten Testament sondern auch im Neuen: ״Gottes Zorn vom Himmel wird geoffenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen“ (Römer 1.18); ״Unser Gott ist ein verzehrend Feuer“ (Hebr. 12,29); ״Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer“ (Matth. 25,41) u. a. Wie das A. T. uns denselben gnädigen und barmherzigen Gott verkündet wie das Neue, so weiß hinwiederum das Neue von demselben eifrigen und zornigen Gott wie das Alte. Und sollte nicht mittlerweile Pror. Kittel im gegenwärtigen Krieg ein schweres Gericht des ״Wettergottes‘/; deutlich gesehen haben, der aus den schweren Wettern des Kriegs zu uns mit der Stimme großer Donner spricht, weil er ein heiliger und'gerechter Gott ist und keine falschen Götter neben sich duldet? Nicht treffender können solche abfällige Urteile über den Gewittergott, wie sie Prof. Kittel und Gesinnungsgenossen sich erlauben, zurückgewiesen werden als mit dem Wort Augustins ז ״Caelum tonat, tacete ranae!“ (Vgl. Sartorius, Lehre von der heiligen Liebe III, 2, 185.). Im Gegensatz zu Kittel-Wellhausen erklärt Franz Delitzsch in seinem Kommentar der Genesis (letzte Ausgabe S. 74) den Gottesnamen Jv. so: ״Seinem Sinne nach ist Jv. Gott als der schlechthin d. i. zeitlich unbeschränkt Seiende oder, da der Begriff des Verbums uln (חיה) nicht sowohl der des^ ruhenden als des bewegten Seins oder der Selbstbetätigung ist: der in absoluter Weise Daseiende und sich Darlebende d. i. fort und fort sich selbst Setzende und Offenbarende, dessen zur Erschein

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