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Jeschurun · 1917-03-01 · Heft 3-4 (März 1917) · page 58

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 3-4 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
– (sequence 58)
Language
German
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186 Ein Roman über Krieg und Gotteserkenntnis. Ein Roman über Krieg und Gotteserkenntnis. Von Oberlehrer Dr. Armin Blau, Hamburg. Ein Heer von Federn hat das Thema: Krieg und irgendeine beliebige andere Größe in Bewegung gesetzt• Wieviele unberufene Eintagspolitiker, sonst gute zünftige Fachgelehrte, haben weniger mit politischen Weitblick als mit ehrlichem, namentlich vaterländischem Eifergeist die mannigfachen Be- Ziehungen von Krieg zu Kultur, Ethik, Kunst, Volkstum, insbesondere zum deutschen Stammesvolkstum behandelt. Mit heißem Bemühen möchte auch gegenüber diesem elementaren Weltereignis der stets nach Vernunft und Einheit ringende deutsche Geist irgend ein vernünftig waltendes Prinzip, eine das tiefinnerliche Gerechtigkeitsbedürfnis des Volksgeistes befriedigende Erkenntnisformel für dieses Chaos der Zerstörungen aufdecken.״ Was Wunder, daß auch die eminenteste aller Menschheitsfragen: Krieg und Gotteserkenntnis unter den Deutschen ihre Bearbeiter gefunden hat. In Rom anform ist dies jüngst von einem deutschen Dichter geschehen in einem Romanzyklus, dessen erster Teil uns vorliegt: Friedrich Freksa, Gottes Wiederkehr, I. Teil: Brand1). Nicht von ästhetischen Erwägungen lassen wir uns in folgender Erörterung leiten, sondern um den Anregungen des Dichters folgend selbst einen Standpunkt zu diesem brennenden Problem zu gewinnen, einen Lichtpfad zu suchen aus heiligster Seelennot inmitten dieser heillosen Zeitwirrnis empor zu einer liehtverheißenden Gotteshöhe, dies ist unser Streben bei folgender Niederschrift. Denn wer erlebte jetzt nicht diese schwere Seelennot! Wer hätte in dieser Weltenlohe nicht schon manch zweifelbange Stunde mit seinem Gotte gerungen, wer nicht gehadert über Völkerschicksal gemessen an Gottes Allweisheit und Allgüte, wer nicht grade jetzt prometheisch sich aufgebäumt gegen eine scheinbar wahllos zerstörungswütige Gottheit. Ists nicht Ahriman, der Urquell der Finsternis, der die Stunde regiert? Wird nicht angesichts dieses titanenhaften Verniehtungs* ג) Verlag Egon Fleische], Berlin 1916.

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