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Jeschurun · 1917-03-01 · Heft 3-4 (März 1917) · page 52

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 3-4 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
– (sequence 52)
Language
German
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180 Probleme der Pentateuchexegese. v. 14 nicht entbehren, dem andern ist wieder v. 15 unentbehrlich. Beide Kritiker haben Recht, und beide haben ünrecht. Es ist unrichtig, von beiden geurteilt, wenn sie einen v., der ihnen überflüssig erscheint, für sekundär oder für eine spätere Interpolation erklären. Beide haben aber Recht, daß sowohl v. 14, als v. 15 unentbehrlich ist. Wenn Mose fragt, welchen Gottesnamen er den Israeliten sagen soll, so kann es ihm nicht um den bloßen Wortlaut des Namens zu tun gewesen sein. Es konnte doch dem Volke gleichgütig sein* welchen Namen der Gott ihrer Väter hat. Mose wollte viel־ mehr den Namen mit seiner Bedeutung dem Volke mitteüen, damit es mit Vertrauen die Hilfe dieses Gottes erwarten solle. Daher wird zuvörderst der allerheiligste Gottesname in v. 14 erklärt, indem Gott zum ersten Mal den Israeliten seinen Namen in der ihrer gegenwärtigen Situation entsprechenden Bedeutung mitteilen läßt (vgl. mein Lev. I 97 ff.). Hier spricht Gott von sich in der ersten Person. Erst dann soll den Israeliten gesagt werden, wie sie den Gott ihrer Väter nennen und anrufen sollen; dies *sagt v. 15. Nach Meckler!־ bürg (™1839 ,הכוזב והקבלה) bedeutet die Stelle in Hosea 1,9 ״ :ואנכי—לכםIch bin euch ein Nicht ״אחי״־, d. h. ihr vertrauet nicht mehr auf meinen Beistand und mein Erbarmen (vgl. v. 6). Dafür spricht das מקף, welches dort לא mit 'אחי verbindet. Es ist ferner zu bemerken, daß c. 3 sich an das Ende von c. 2 anschließt und dies notwendig voraussetzt. Denn wenn Gott 3,7 sagt, er habe das Geschrei der Israeliten gehört, so muß vorher über dieses Geschrei berichtet worden sein, was aber nur in 2, 23 zu finden ist. Es entspricht auch das דאיתי in 3,7 dem וירא in 2, 25, wie שמעתי in 3, 7 auf יישמע in 2,24 und ידעתי in 3, 7 auf וידע in 2, 25 hinweist. Nach der Kritik aber soll 2,23 b.—25 dem •P und 3,7 J angehören. Ferner weist der v. 3,9 (das Geschrei der Kinder Israel ist zu mir gedrungen), der zu E gerechnet wird, deutlich auf 2,23 (P) hin (ihr Geschrei stieg zu Gott empor). In c. 4 ist v. 19 von ]eher aufgefallen. Nachdem

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