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Jeschurun · 1917-03-01 · Heft 3-4 (März 1917) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 3-4 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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14-8 Erziehungsf ragen in Ost und West. fums zu stellen, wie das von unseren Delegierten in Warschau geschieht, so dürfen wir erwarten, daß sich auch unter den osteuropäischen Rabbinern Männer finden werden, 'die dem Rufe, uns zu helfen, folgen. Vielleicht,warum sollen wir nicht auch hier בטחון laben? — kommen ganz Große zu uns und schaaren, wie es ja so oft in der Vergangenheit war, nicht durch den Ort der Institution sondern durch ihren Namen eine große Schülerzahl um sich und durch das lebendige Beispiel, wie es im Osten anfeuernd wirkt, wird auch bei uns die Flamme'׳ der Thoraliebe wieder entfacht. Früh, sehr früh muß mit den Kindern das Talmud- Studium begonnen werden.; Ganz unpädagogisch schon mit dem achten, neunten Jahre! נירסא דינקיתא die in frühester Jugend erworbene Vertrautheit mit der Sprache und den eiementaren Begriffen ist nicht nur deshalb so wichtig, weil dann schon in frühen Jahren auf diesem festgegründeten Fundament weiter gebaut w7erden kann, sondern weil dann in cder Zeit, in der überhaupt erst das Verständnis für die Bedeutung und den Wert des Lernens wach wird, die formalen Schwierigkeiten schon überwunden sind und der Schüler mit Lust und Liebe an seinen שיעור geht. Es wird dann freilich darauf reizicStet werden müssen, daß jeder Junge wahllos zur Gemorob gepreßt wird. Man kann wohl sagen, Jeder geschickte Talmudlehrer wird auch bei ganz jungen Kindern feststellen können, wem die Fähigkeiten und der Sinn für das ״Lernen‘" fehlt. Man soll dann nicht sich und dem Jungen zur Last das Unmögliche zu erreichen suchen, sondern mit ,משניות .תנ״ך ךןיי אדם das Kind zu einem braven Jehudi erziehen. Wira ja auch S. R. Hirsch nicht minder in seinen pädagogischen Flaudereien“, (Ges. Sehr. I—VI bes. IV S. 408 ff.) die wahrlich mehr sind als ״Plaudereien“ und einen gut Teil dessen entfalten, was Förster neuerdings in seiner berühmt gewordenen ״Jugendlehre“;/ ausführt, auf die Notwendigkeit des חיוך לנער על פי דרכו hinzuweisen, die Kinder nicht alle in gleicher Weise zu erziehen. Und wenn er diesen Grundsatz auch vor allem für die Verschiedenheit der Charakteranlage fruchtbar

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