Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1917)
- Date
- 1917-02-01
- Page
- – (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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123 Zu WoMgemuth’s Achad-Haam-Artikel. Anfang an (wie erst jetzt wieder auf dem kürzlich stattgefundenen Delegiertentage in Berlin) die stärkste Opposition gegen Bubers Auffassung erhoben hat. ״Begegnet man in der ganzen neuen Literatur dieses Schlages alt jüdischen Ideen über Gott und Religion?“ ruft Wohlgemuth emphatisch anklagend aas. Nein, in den Werken ״dieses Schlages“ nicht, ebensowenig wie man bei Lazarus die Ideen der Agudas Jisroel suchen darf!! Aber man findet diese Ideen z. B. in den Schriften der zionistischen Rabbiner Roth von Papa, de V r i e si von Haarlem, Reines von Lida, Friedmann von Vap Ujhey, um nur einige zu nennen und in zahlreichen Kongressreden gesetzestreuer Zionisten [die man freilich nicht in den ״Berichten“ des ״Israelit“, aber im stenographischen Kongressprotokoll finden kann]. Und wenn hier vom alten Eliasberg gesprochen wird, stehen uns da nicht andere Männer viel näher, deren echtes Judentum, deren wahrhafte Gesetzestreue niemand anzuzweifeln wagen wird? Ich meine hier vor Allem den verehrungswürdigen Dr. Ephraim Adler, der einer der begeistertesten Vorkämpfer des Zionismus war. Ist es schon vergessen, daß auf dem sechsten Zionistenkongresse hundertundzehn Misrachisten als Delegierte erschienen, nur יראים ושלמים unter ihnen gar manche, die den Ehrennamen חכמים ונבונים verdienten? Darf im Jeschurun nicht erwähnt werden, daß der ״Haibri“, das Organ/ des Misrachi, lange Zeit das einzige hebräische Blatt Deutschlands war? Herr Dr. Wohlgemuth schreibt auf S. 622: ״Auch seine Grundidee vom ״geistigen Zentrum“ erscheint uns durchaus gesund, und wir glauben, daß auch wir uns nicht der Verpflichtung entziehen können, an ihrer Verwirklichung zu arbeiten.“ Nun, dann arbeitet mit uns, die wir schon so lange um die Anerkennung der echt jüdischen Gedanken im Zionismus ringen! Wenn meine Stimme zu schwach sein sollte,