Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1917)
- Date
- 1917-02-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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Psalm 18. IOI z. 8, h), der auf I. S. 1, 9; 3,3 verweist, für die davidische Zeit gesichert. — Ad. 2 עם עכי (V. 28) bed. nicht ״gedrücktes Volk“ und will iiicht etwa die späteren Cchassidim bezeichnen, wie die Neueren meinen. עם bed. an unserer Stelle: Leute, wie 3, 7; Ge 20,4; Ri 3, 18; Hi 12, 2 u. ö. Zu den elenden und gedrückten Leuten durfte sich David rechnen. — ad. 3 V. 50 ist nur nach der neuesten Geschieht»- konstruktion, nach weicher der Religion Israels zu Davids Zeit der universalistische Charakter fehlte, ein Argument gegen dessen Autenthie. Es genügt jedoch, auf das Gebet Salomos (I. Kön. 8, 11) hin zu weisen, welches den stärksten Gegenbeweis enthält. Es ist ferner nicht einzusehen, warum nicht David den Gott, der ihm so sehr geholfen hat, unter den Völkern preisen soll, die er mit dessen Hilfe bezwungen hat. — ad. 4. Die Anführung in der 3. Person und die Nennung seiner Nachkommen soll uns nicht befremden. Denn dieser Vers nimmt ausdrücklich auf die göttliche Verheißung im II. Sam. 7 bezug (vgl. bes. ib. V. 19. 26). WTie David dort in demütiger Rede vor Gott in der 3. Person von sich spricht (V. 19), so tut er es auch hier. Was nun endlieh die literarische Abhängigkeit vom Deuteronomium betrißt, so ist dieses Argument ein zweischneidiges Schwert Die Kritik bewegt sich hier im Kreis: sie setzt die späte Abfassung des Deuter, als gesichert voraus, da unser Psalm vom Deuter, abhängig ist, muß er also zeitlieh hinter demselben stehen. Da wir nun aus inneren Indizien bewiesen zu haben glauben, daß der Psalm nur von David stammen kann und nur auf ihn paßt, so ist seine Abhängigkeit von der Terminologie des Deuter, ein Bewreis für die Autenthie desselben. Wir haben hier einen alten Psalm vor uns, in dem das Deuter, zitiert wTird. Folgende Beweise lassen sich noch für das hohe Alter unseres Psalms anführen: er liegt uns in zwei Rezensionen vor (Ps. 18 und II. Sam. 22), die beide trotz ihrer Abweichungen im Text dieselbe Überschrift tragen; würde der Psalm aus einer späteren Zeit stammen, so hätte man einen einheitlichen Text hergestellt. Ferner finden sich literar. Entlehnungen von ihm in anderen biblischen Büchern; so hat Mi 7, 17 den V. 4*, Hab 3, 19 den V. 35, Spr. 30,5 den V. 31 benutzt. "Wenn wir auch zugeben, daß das Kriterium der literarischen Entlehnung ein sehr unzuverlässiges ist. da wir nicht ein so feines Verständnis für die Sprache der Bibel besitzen, um entscheiden zu können, 1welche Stelle die ursprüngliche ist, so muß man doch zugeben, daß unser Psalm die Vorlage für die genannten Stellen ist. Denn die entlehnten Ausdrücke sind in unserem Zusammenhang ursprünglich und werden an den genannten Stellen als geflügelte Worte gebraucht. Zum Schluß wollen wir noch die Aufstellungen der neueren Exegeten anlühren und ihre Hinfälligkeit bew eisen. Olshausen und Hup-