Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1917)
- Date
- 1917-02-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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IOO Psalm 18. die W. 3, 19; endlich ist V. 49 Gegenstück zu V. 181). Wir glauben also damit die Einheit unseres Psalmes bewiesen zu haben. Nun zur Frage der Autorschaft. In unserem Psalm tritt uns eilt Kriegsheld entgegen, den das Leben von den bittersten Verfolgungen bis zur höchsten Macht der Völkerbezwingung geführt hat. Neben den kriegerischen lügenden tritt besonders seine tiefe innere Frömmigkeit hervor, die ihm Gott für alles, was er in seinem Leben erfahren hat, danken läßt. Wir haben hier eine Schilderung von Tatsachen, nicht die Darstellung von idealen Vorgängen (gegen Löhr, s. w. u.). Wer den Psalm liest, fühlt einerseits die Not des Bedrängten und begleitet andererseits den Helden auf seinen siegreichen Kämpfen. Alle diese Züge weisen auf einen israelitischen König hin und auf keinen besser als auf David. Dieser Psalm enthält gleichsam seine Lebensgeschichte. Man braucht bloß an die Geschichte der saulischen Verfolgung zu denken, so hat man die historische Grundlage der im ersten Teil geschilderten Not. Doch wendete sich sein Geschick. Aus dem Verfolgten und Verstoßenen wurde der König des geeinten Israel*), der durch seine Feldherrn־ und Herrscherkunst das Höchste geleistet hat, was überhaupt in der israelitischen Geschichte geleistet wurde. Nack innen und nach außen stellte er den Staat so fest hin, wie er nie vor ihm und nie nach ihm war. Seine tief sittlich-religiöse Persönlichkeit war es, die ihm zu solchen Taten befähigte. Deshalb wurde ihm. durch den Propheten verkündet, daß seinem Hause das bleibende Königtum zuerkannt ist (II. Sam. 1). Wenn man II. Sam. 7 mit unserm Psalm vergleicht, so kann man sich nicht des Eindruckes erwehren, daß unser P&alm ein Lank an Gott für die ihm durch den Propheten verkündete Gnade ist (vgl. V. öl). Wenn man es wagen darf, die Entstehungszeit dieses Psalms noch genauer zu fixieren, so würden wir ihn in die 2. S. 8, 9—12 beschiiebene Situation verlegen (so auch D©־ litzsch, Komm. z. St. . Wir wollen es nun versuchen, die gegen die Autenthie unseres Psalms vorgebrachten Argumente zu widerlegen. Sie lassen sich im folgende zusammenfassen: 1. Die Nennung des Tempels, V. 7: 2. di® Bezeichnung Israels als דם דני (V. 28;; 3. V. 5<, *wo David Gott unter den Heiden preisen will; 4. V. öl, wo von ihm und seinen Nachkommen in dritter Person gesprochen wird; endlich soll 5. unser Ps. viele Be- Ziehungen zum Deuteronomium aufweisen (so bes. V. 22 fi ). — Ad. 1. Der Ausdruck היכל ist nach den Ausfühiungen Franz Delitzsch’s (Komm. *) V. 4 8 ist das Resume seiner Siegeslaufbahn, V. 49 verweist auf die frühere Errettung; für beides dankt er Gott. 2) V. 44 beschreibt diesen Aufstieg cy ריבי sind, wie II. Sam. 22, 44 ריבי עטי beweist, Volkskämpfe, in die David verwickelt war.