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Jeschurun · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · page 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Date
1917-02-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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Psalm j8. 97 Teil wird Gott für die erwiesene Rettung־ gedankt, im zweiten Teil jedoch tritt uns ein siegreicher Heid entgegen. Ob dieses Moment ein zwingender Grund dafür ist, die beiden Teile von einander zu trennen und sie verschiedenen Verfassern zuzuweisen, darüber s. w. 11. Löhr (a. a. O ) bringt folgende!Beweise für seine Behauptung daß V. 8—16 ein Einschub ist: 1. Auf den Hilferuf des Dichters <V. 7) folgt die Rettung Gottes (V. 17). V. 8—16 treten störend zwischen die Erhürung der Bitte und die Errettung. V. 8—16 schildert, wie der im Gewitter erscheinende Gott ״sieu (V. 15) d. h. Gottes und Israels Feinde überwältigt. Im zweiten Gedicht (V. 1 — 7. IT—51) dagegen wird die Errettung des Dichters aus der Hand übermächtiger Feinde behandelt. Diese ist als wohlverdienter Lohn seiner Gesetzestreue aufgefaßt. Spoer dagegen (a. a. O.) nimmt V. 14 als zum ursprünglichen Gedieht gehörig und faßt V. 8 — 18, 15—16 als einen Mythos über den Kampf Gottes mit seinen Feinden aut, der eine Parallele zum Marduk-Tiämat- Kampf bilden soll. Tn dieser Auffassung folgt ihm auch Kittel;Komm, z. 8t.) 2. Zum inhaltlichen Argument kommt noch ein formales. Die Theophanie besteht aus 7 Strophen von je 3 Stichen, dagegen weisen V. 1—7,17—31 elf Strophen von je vier Stichen auf. — Mit V. 32 beginnt nach Löhr wiederum ein völlig neues Gedicht. Während im ersten Lied der Dichter bekennt, daß er nur durch die Hilfe Gottes von der ihn überwältigenden Schaar der Feinde errettet worden ist, greift der uns hier entgegentretende Held seine Feinde an, unterwirft sie und wird Beherrscher und Bekehrer (V. 5<!). Im ersten Lied sind die persönlichen Lebenserfahrungen eines ״Gesetzesfrommen“ niedergelegt, das zweite Lied dagegen ist ein Gemeindeiied, in welchem die Hoffnung der jüd scher! Gemeinde auf die Weltherrschaft zum Au-druck kommt. Der König und Gesalbte (V. öl) ist der Idealkönig, den man. erwartet. Wir wollen vor allem die Zugehörigkeit von V. 8—1ד zu unserm Psalm beweisen. Hach Erhürung des Gebetes steigt Gott von seinem himmlischen Palast!V. 71 zur Hilfe herab. Die Erscheinung Gottes ist in der Bibel mit gewaltigen. Naturerscheinurigen verbunden, deren Schilderung der Erscheinung Gottes am Sinai nachgebildet sind, vgl. Ri 5, 4 ff.; Jes. 30, 27 ff, 63, 9־; Ps. 50, 2 fi. 77, 17 fl. 97, 2 ff 114. Daß an unserer Stella die Theophanie breiter ausgeführt ist als sonst, ist darauf zurückzuführen, daß der Dichter von vornherein ein längeres Gedicht anlegen wollte. Ferner wird in V.;5 ausdrücklich auf die in V. 4. 18 genannten Feinde Bezug genommen. Wenn die V. 8—16 für sich alleinstchen. bleibt das Suffix (3דפ'צ) unverständlich. Unsere Verse enthalten die Schilderung der Rettung, die uns im V. 19 als vollzogene Tatsache ent gegen tritt. Kimmt man sie aus dem Zusammenhang heraus, 60 folgt V. 17 unvermittelt auf V. 5. In einem Gedicht, in wel-

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