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Jeschurun · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · page 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Date
1917-02-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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96 Psalm 18. lieh und tiefbegründet, um aus den ersten Blättern des heiligen Buches ein logisch geordnetes, großzügiges System der Menschheitswerdung herauszulesen. — Diese Ergebnisse der Sehiller’schen Bibelforschung wollen nun nicht mit dem Maße der Wissenschaftlichkeit gemessen sein; auch hier kommt in erster Linie der Dichter zum Worte, der mit seiner Phantasie den knappen, kargen Bibel-Bericht wundersam belebt und ausgestaltet. Aber zu diesem kühnen Geistesflug des Dichters mußte eine ungeteilte Hochachtung und Bewunderung der heiligen Schrift hinzukommen, um Schiller die Bibel mit so viel Glück und feinsinnigem Verständnis lesen, und nach dem Leitfaden der mosaischen Urkunde die Entwicklung der ersten Menschengesellschaft so würdig, so verheißungsvoll, so nach einem höheren Plane geordnet sich vollziehen zu lassen. Psalm 18. Von Dr. Jakob Sperber, Berlin. Unser Psalm bat, was seine Einheit und Authentie betrifft, eine verschiedenartige Beurteilung gefunden. Hitzig und Fr an z Delitzsch halten ihn für davidiscb, Olshausen und Hupfeid sehen in dem Verfasser einen Späteren, der das davidische Haus hat verherrlichen wollen; Baethgen nimmt an, daß dem Psalm ein davidisches Siegeslied zugründe liegt, das zum Gebrauch als Gemeindelied umgearbeitet worden ist; Duhm, der ja fast alle Psalmen in die späte makkabäische Zeit herabsetzt, bezieht auch unsern Psalm auf Alexander Jannai. Keiner von den genannten Exegeten jedoch hat die Einheit unseres Psalm angegriffen. Graetz jedoch teilt ihn in 2 Teile: 1. V. 2—29 und 2. V. 33—56. Vs. 51 ist liturgisches Anhängsel. Der erste Teil soll (nach V. 28) aus dem Anawim-Kreis stammen, der zweite ist da vidi sch. — Über Graetz gehen Löhr (Kurzgef. exeget. Handbuch z. A. T., Bd. 4: Die Bücher Samuels) und Spoer (Zeitschrift f. d. alttest. Wissenschaft, Bd. 27, S. 146 ff.) hinaus. Außer der genannten Teilung scheiden sie noch die VV. 8—16 als nicht zum ursprünglichen Psalm gehörigen Bestsnäteil aus. Haeh ihnen liegt uns hier eine Sammlung von Psalmen ver, wie sie I. Chr. 16 darstellt. Auch dem oberflächlichen Leser fallt es auf, daß die Situation im Verlauf des Paalmes wechselt. Im ersten

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