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Jeschurun · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Date
1917-02-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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® R. Gamliel und. R. Josua. 89 heraufbeschworen, sich wendete, sollte das Gebet im Ganzen mit dazu beitragen, den schädlichen Einfluß der äußerlich Juden Gebliebenen aber innerlich dem christlichen Dogma Anhängenden zu paralysieren. Im Achtzehngebet war im Gegensatz zu der Denkweise der Judenchristen die jüdische Denkweise zum klaren Ausdruck gebracht. Man betete um die Wiederherstellung des zerstörten Tempels und des Opferdienstes, um die Ankunft des Messias. Also mit der Zerstörung des Tempels hat die Existenz des sinaitischen Gesetzes nicht aufgehört, die Opfer haben in dem Tod Jesu nicht ihr Ende gefunden, der Messias war noch nicht gekommen. Und jenen Judenchristen gegenüber, die ihren vollständigen Abfall mit dem Delatorentum gegen ihre einstigen Glaubensgenossen krönten, sollte der Hilferuf zu Gott, sie unschädlich zu machen, jede nähere Berührung mit ihnen verhüten. Sollte so das Gebet mit das Mittel werden, den jüdischen Sinn zu stärken, die Glaubensfestigkeit zu kräftigen, zu verhüten, daß der reine monotheistische Glaube der Juden keinen Schaden nehme, so durfte nicht ein Gebet als minderwertiger als das andere gelten; den Schein einer solchen Minderwertigkeit hätte aber die Ausscheidung eines Gebetes aus dem Kreise der Pflichtgebete bei der großen Menge erweckt. R. Garnliel verlieh den Gebetzeiten eine besondere Ehrwürdigkeit, indem er sie an die der Patriarchen anlehnte; jeder von ihnen hatte eine dieser Zeiten als Gebetszeit geweiht, und darum durfte das Gebet Jakobs nicht weniger als das Abrahams gewertet und jede derselben mußte für die Belehrung, die das Gebet bot, ausgenutzt werden. R. Josua’s leichtere Auffassung von der Bedeutung des Abendgebets schien dem Patriarchen, wenn seine Ansicht in das Volk drang, besonders bedenklich. R. Josua war der Mann des Volks, konnte er ja mit einem Witz eine Volksbewegung in ihrem Entstehen ersticken, wie mag "die 'Menge ihm gelauscht haben, wenn er das Volk in seiner launigen Weise belehrte, er mußte, so glaubte wohl R. Gamliel, öffentlich als dem Naßi unterstehend

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