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Jeschurun · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Date
1917-02-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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a 76 ß. Gamliel und R Josua. Der zweite Fall. R. Zadok fragte den R. Josua, ob da« Mißtrauen, es könnte ein Kohen dem erstgeborenen Tiere, das ihm übergeben wurde, eine Verletzung mittelbar veranlaßt haben, um es verzehren zu dürfen, gegen alle Priester ununterschiedlich sich wende, oder die vertrauenswürdigen, wie er selbst doch einer sei, nicht davon betroffen würden. R. Josua antwortete, für ihn und seinesgleichen gelte das Mißtrauen nicht. R. Gamliel hingegen, an den sich der Fragende wandte, entschied entgegengesetzt, und als ihm E. Zadok erwiderte, R. Josua habe sich dahin ausgesprochen, daß wohl ein Unterschied müsse gemacht werden, da fuhr der Patriarch auf und hieß den R. Zadok die Zeit des Lehrvertrags abwarten, zu dem auch die ״Schildträger“, die Spitzen der Gelehrten weit, kommen, dann werde er Näheres hören. Als die Gelehrten beisammen waren, richtete R. Zadok an diese seine Frage, die R. Josua dahin beantwortete, daß man keinen Unterschied mache. ״Man hat mir aber doch gesagt, daß du auf eine Anfrage hin anders geurteilt hättest“, rief ihm R. Gamliel zu. ״steh auf und verantworte dich״! *Ich kann es nicht leugnen“, sagte R. Josua: und R. Gamliel begann seinen Vortrag, den R. Josua stehend anhören mußte; der Patriarch aber fand für seinen Vortrag kein Ende, so daß die Zuhörerschaft unwillig wurde und dem Sprecher R Chuzpith zurief aufzuhören, was er auch tat, womit R. Gamliel das Wort abgeschnitten war. (Bechorot 36a.) Der dritte Fall liegt ähnlich wie der zweite. Ein Schüler fragte R. Josua, ob das Abendgebet ein Pflichtgebet oder ein freiwilliges sei, er antwortet ihm, es sei ein freiwilliges. Dann wendet sich der Schüler an R. Gamliel, der ihn beseheidet, daß es ein Pflichtgebet sei. Auf die Bemerkung des Schülers daß R. Josua ihn entgegengesetzt beschieden habe, heißt der Patriarch auch ihn auf die Lehrversammlung warten, wo die Sache zur Besprechung kommen werde. Gelehrte und Schüler sind zusammen. Der Schüler legte seine Frage vor, und ß. Gamliel antwortet, das Abendgebet sei ein Pflichtgebet. ״Hat jemand gegen diesen Bescheid etwas einzuwenden?“ fügt er

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