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Jeschurun · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Date
1917-02-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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74 Erziehungsfragen in Ost und West. aien Streben opfern, das will der heutigen Generation nicht in den ffopff Und wie leicht wäre es gewesen, hätten die letzten drei Geschlechter dieses Gedankens sich nicht völlig entwöhnt, gäbe es noch, wie vor hundert Jahren, eine Anzahl Jeschiwoth auf deutschem Boden• Wird auch in der gewaltigen Umwälzung, die wir heute erleben, die Gelegenheit diesmal von dem Osteuropaischen Judentum verpaßt werden? Die großen, geistige» Führer kommen nicht auf Bestellung. Aber der Boden kann bereitet werden, aus dem sie mit göttlicher Hilfe erstehen. Wenn nun im Osten, wie es den Anschein hat, die Stimm« des deutschen, gesetzestreuen Judentums nicht ungehört verhallt, so darf vielleicht auch die von uns gegebene Anregung die Bestrebungen stärken, die auch innerhalb der gesetzestreuen russischen Judenheit trotz allem sich geltend mache». Nur die prinzipiellen Grundsätze sollten von uns i» den Vordergrund gerückt werden. Wir halten es für durchaus unangebracht, nun Vorschläge über die Ausführung im Einzelnen zu machen. Nichts hielten wir für törichter, ab etwa eine Übertragung der Formen, welche bestimmte deute- «che Institutionen angenommen haben, auf die zu schaffende» Lehranstalten im Ostjudentum. Eine Einwirkung in diesen« Sinne, jedwede Einmischung ist überhaupt nicht unsere Sache. Nur der Wille, das oben geschilderte Ziel zu erstreben, muft unter den geistigen Führern des osteuropäischen Judentum» lebendig werden. Wo der Wille ist, da werden die Berufene» schon selbst den rechten Weg finden. Gegen die Theorie von der Berechtigung der Gegner- Schaft gegen die Profanbildung sollte Protest eingelegt werden. Weil dies der bedenklichste Punkt in den Aufsätzen de« Herrn Rabb. Weinberg ist, haben wir uns gegen diesen im erster Reihe gewandt. Über alles andere, das uns anfechtbar erscheint, wollen wir nicht mit ihm streiten. Zumal wir ia einem anderen wichtigen Punkte mit ihm eins sind, und e» nimmt uns nur Wunder, daß Herr Rabb. Weinberg so gac nicht das uns Gemeinsame hervorhebt. Unsere gesamte Au»^

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