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Jeschurun · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Date
1917-02-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Erziehungsfragen in Ost und West. 7* entschieden, daß in jeder Periode Männer aufgetreten sind, die dem Judentum Waffen und (Rüstung schufen für die geistigen Kämpfe, die es zu bestehen hatte, und daß unter diesen Männern die großen Namen der Halacha nicht fehlen. So ist es keine Frage mehr, daß auch das osteuropäische Judentum, das für uns ebenso qualitativ den wertvollsten Teil des Judentums vertritt, wie es quantitativ den Hauptstock bildet, daß dies Judentum sein Kontingent zur geistigen Führung im oben erwähnten Sinne stellen muß. Und wenn in den vergangenen Jahrhunderten das Judentum sich den Luxus gönnen könnte, daß manche seiner hervorragenden Männer Gegner der Wissenschaft waren, so wurde das mehr als ausgeglichen durch die Vertreter der entgegengesetzten Richtung. Eine ganze Periode aber und nun gar eine Periode, wie die unsere, die eine der größten Umwälzungen im inneren Leben der Juden gezeitigt hat, darf nicht ohne geistige Führung auf diesem wichtigsten Gebiete im Geistes״ leben der Juden bleiben. Das osteuropäische Judentum allein, oder jedenfalls mehr als d׳as westeuropäische ist aber nur befähigt, hier die rechte Bahn zu weisen. Denn nur die Männer, in denen der Thorageist so lebendig ist wie bei unseren großen Talmudisten im Osten sind die Berufenen, Judentum und Wissen- Schaft mit einander zu vermählen> zunächst einmal aus "ihrem Fühlen und Wissen vom Jüdischen heraus festzustellen, was Judentum ist. Wie viel souveräner sie hier schalten als das in talmudicis abhängige und darum weniger selbstsichere Judentum Westeuropas, beweist ja auch die bekannte Tat- Sache, daß כה דהתירא die Fähigkeit und darum der Mut nach der erleichternden Seite hin zu entscheiden bei den Ostjuden,, vor allem bei den russischen Rabbonim viel stärker ausgebildet ist. Dafür aber, daß sie nun auch die genügende Vorbildung tm Profanen sich aneignen, damit aus ihrer Mitte Männer erstehen können, die unserer Zeit das leisten, was die Religions- Philosophen und Apologeten früherer Zeiten geschaffen haben, dafür muß Vorsorge getroffen werden. Daß der Durch-

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