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Jeschurun · 1917-01-01 · Heft 1 (Januar 1917) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 1 (Januar 1917)
Date
1917-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Ein Beitrag zu: ״Charles Dickens nnd die Juden25 .״ leben in diesem Lande, doch kennt man ׳uns wenig, unser Familienleben garmeht. Ich selbst war sehr erstaunt über die Unkenntnis meiner Landsleute inbezug auf ein Volk, das sie für ein vollkommen fremdartiges zu halten scheinen. Denken Sie an die Blutlüge, die von Zeit zu Zeit immer wieder auftaucht .... Ich wage es auszusprechen, daß ich einen Schriftsteller von Huf danken würde, wenn er die Sitten und den Charakter der britischen Juden genauer studieren wollte und sie darstellte, wie sie wirklich sind, nichts beschönigt und nichts durch Bosheit verzerrt. Ich verbleibe Ihre ganz ergebene X. Antwort zu Brief II. Werte gnädige Frau! Ich habe Ihren Brief mit großem Vergnügen gelesen und hoffe eis treuer Freund des jüdischen Volkes zu sein, wie ich es im Herzen immer gewesen bin. Der Irrtum, den Sie mir nach weisen, ist mir erst bewußt geworden, als es zu spät war, wie es ja den meisten Leuten mit den meisten Irrtümern geht. Aber ich will nicht verletzen. Die Eigentümlichkeiten der Kleidung und des Gebahrens habe ich in eins verschmolzen, um die Buntheit der Schilderung (picturesqueness) zu erhöhen. Ganz ergebenst Ihr Charles Dickens, Schicken, wir einige Begleitworte diesen interessanten Schriftstücken nach, so finden wir, daß die geistvolle Briefschreiberin Dickens zwei Vorwürfe macht, 1) er habe der jüdisehen Basse und Religion etwas zur Last gelegt, was nur den einzelnen Menschen betreffe, 2) er habe dem sehurkisehen Fagin in seinem ״Oliver Twist“ keinen anständigen Menschen jüdischen Bekenntnisses gegenübergestellt. Den zweiten Vorwurf gibt der Dichter uneingeschränkt als gerecht zu, entschuldigt sich nur, er habe Fagin als ״den Juden“ zur Erhöhung des Interesses an seinem Werke eingeführt, bezeichnend genug für Dickens als Verfechter des damaligen Scheinliberalisnrns der Demokratie seines Landes. Dem ersten Vorwurf, er habe einem ganzen Volke etwas zur Last gelegt, was einen Einzelnen nur treffe, will er mit dem Argument begegnen, es seien zu jener Zeit besonders viele Juden beim Diebshandwerk zu finden gewesen. Zugegeben, daß diese Beobachtung auf

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