Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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20 Ein Beitrag zu: ״Charles Dickens und die Juden״. ihnen beschützten Kinder ins Verderben zu stürzen. Sie mußten zu einer unwahrhaften Ausflucht greifen; dies erzählt v. 19. Nun hätte doch Pharao leicht einsehen können, daß die Hebammen ihn belogen;, und es wäre den letzteren schlimm ergangen. Da war es eine göttliche Fügung, daß Pharao die Ausflucht für wahr annahm und den Hebammen nichts zuleide tat. Dies sagt v. 20a in Kürze: ״Gott ließ es den Hebammen gut gehen“; er fügte es, daß ihnen nichts Schlimmes widerfuhr. Der König hat ihnen Glauben geschenkt, die Hebammen konnten infolgedessen *in ihrer Gottesfurcht weiter verharren, sodaß das Volk sich weiter stark vermehrte (v., 20 b). Und weil die Hebammen, trotzdem sie der König schon einmal zur Rede gestellt hätte und stets das Damoklesschwert über Ihrem Haupte schwebte,!immerfort in ihrer Gottesfurcht, verharrten und so zur Vermehrung des Volkes Israel beitrugen, belohnte sie Gott noch besonders damit סדה כנגד מדה^ daß er ihnen Familienhäuser erstehen ließ1). נ) Nach Mendelssohn ist der ganze v. 21 ein Vordersatz zu v. 22: ״Als nun die Hebammen Gott fürchteten ־and Gott neue Häuser (in der Nation) entstehen ließ; da gebot Pharao seinem ganzen Volke nsw.K — Wiewohl die Maskulinform לדם dieser Erklärung zustatten kommt, können wir dennoch derselben nicht beistimmen, da der neue Befehl schon durch v. 20 b genügend motiviert ist. Auch ist danach der Satz 'וידי באעור יראו רגו überflüssig. Pharao muß die Ausflucht der Hebammen für wahr gehalten und auf ihre Mithilfe, zu der er sie doch hätte zwingen können, sich nicht mehr verlassen haben, daher der neue Befehl an sein ganzes Volk. Ein Beitrag zu:;Charles Dickens und die Juden'. Von Oberlehrer Dr. Armin Blau, Hamburg. Es ist immer mißlich, die Gesinnung eines nichtjüdischen Dichters aus einer Einzelfigur, die er in einem seiner Werke auftreten läßt, ableiten zu wollen. Kunsttechnische oder so-