Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1917-01-01 · Heft 1 (Januar 1917) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 1 (Januar 1917)
Date
1917-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2292929-2292969-2292971--01879-2295141
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

18 Probleme der Pentateuchexegese. wenn neuere Ausleger diesen Ausdruck als dem P eigentümlieh und Deut. 26(, ,6, um ihre Annahme aufrecht zu erhalten, als ״späte Stelle66 bezeichnen. Die Verteilung des nach Ausscheidung der P-Sätze in unserem Abschnitte noch verbleibenden Restes auf J und E wollte der Kritik anfangs nicht gelingen, und noch Kuenen und Wellhausen wollen auf eine genaue Scheidung von J und E verzichten. Erst die neuesten Kritiker, wie Baentsch (in seinem Kommentar) Holzinger (Kommentar) und Eduard Meyer (die Israeliten und ihre Nachbarländer) versuchten dennoch die־ Trennung ganz durchzufähren. Den ersten Grund zur Scheidung von J und E haben die in der Genesis und Anf. Exodus (auch außerhalb der P-Teile) vorkommenden verschiedenen Gottesnamen (דד und אלד־ים) dargeboten. Wir haben bereits inWI35 gezeigt, wie Gen. Kap. 22 gegen die Quellen- Scheidung nach den, Gottesnamen laut protestiert. Aber auch Exod. Kap. 3 ist, wie Eerdmans (III 12) mit Recht sagt, ״ein lehrreiches Beispiel, das die Ungenügsamkeit der mit den Gottesnamen operierenden Theorie klar zu Tage bringt.66 Die Gottesnamen 'r, und אלדים wechseln in diesem Abschnitte (vv. 1—8). Diese Verse hängen aber so enge zusammen, daß es unstatthaft ist, sie verschiedenen Verfassern zuzuweisen. Vgl. über den Wechsel der Gottesnamen Jeschurun I 72 ff. — M.an hat ferner versucht, -J und E durch ihren angeblich verschiedenen Sprachgebrauch voneinander zu scheiden, indem man gewisse Ausdrücke als dem J, andere wieder als dem E eigentümlich erklärte. Aber bereits Eerdmans (1 27) hat gezeigt, wie gefährlicher Natur das Argument des Sprachgebrauchs ist in einer Literatur, die, wie die althebräische, nur in sparsamen Resten aut uns gekommen ist. Es würde zu weit führen}, die angeblichen sprachlichen Kenn1־ Zeichen des J und des E einzeln auf ihre Beweiskraft zu prüfen. Wir verweisen daher nur auf das gründliche Werk ״Einheit der Genesis66 von Henry Green, wo in jedem Abschnitt der Genesis nachgewiesen wird,, daß die von der Kritik als Kenn- Zeichen einer bestimmten Urkunde aufgestellten Ausdrücke gar nichts beweisen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.