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Jeschurun · 1916-12-01 · Heft 12 (Dezember 1916) · p. Seite 673

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 12 (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
Seite 673 (sequence 19)
Language
German
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ו־ שמחה של מצרה 673 Frohgefühl, daß man Sieger geblieben ist. Die Thora ist dem Volke in den Jahrtausenden seiner Leidenszeit immer teuren geworden, wie das Kind der Mutter am stärksten ans Herz gewachsen ist, das sie schwerer Krankheit und dem Tode am häufigsten abgerungen. So ergeht es dem Einzelnen im Verteidigungskampfe seines religiösen Besitztums mit den Hindernissen der Umwelt. Er bringt Narben heim, es kommen ihm auch schwere Gedanken während des Kampfes. Aber am so freudiger empfindet er den errungenen Sieg, um so teurer wird ihm, was er aus dem Kampfe heimgebracht, am so froher gibt er sich der Erfüllung seiner religiösen Pflichten hin 42). Es handelt sich hier um psychologische Tatsachen, and darum kann immer nur wieder an die innere Erfahrung appelliert werden, darum ist es freilich so schwer, dies dem außer dieser Erfahrung Stehenden vorzudemonstrieren. Selbstverständlich entringt sich manchem überlieferungstreuen Juden, wenn sich wieder einmal Sabbat und Feiertag® drängen, die Geschäfte geschlossen werden müssen, ein Seufzer, und wer von der Hand in den Mund lebt, geht mit schwerem Kopf und bedrücktem Herzen umher. Aber die: unendliche Freude, wenn der Sabbat und die Festtage nun da sind, wie glücklich ist er, daß er den Sabbat und die Festtage halten darf, niemals kommt dem frommen Juden (und von dem ist ja immer und überall nur die Rede bei der Erörterung der שמחה של מציה) der Gedanke, ob er, das Rechte erwählt, er freut sich von ganzem Herzen, daß er, zu den ״Beobachtern des Sabbat“ gehört. Freilich heißt es im Jargon-Volkslied: ״Wie schwer ist es doch, wie schwer ist es doch, ein ehrlicher Jid zu sein“, aber wir fragen die Kenner dieser Volkspoesie, ob da jemals der Gedanke mit* schwingt, wie gut wäre es, dieser Bürde ledig zu sein. 2. Wenn nun, wie wir gesehen, objektive d. h. in der Sache selbst, in dem System der Gesetzgebung liegende Vgl. auch oben S. 538. 4**

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