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Jeschurun · 1916-12-01 · Heft 12 (Dezember 1916) · p. Seite 669

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 12 (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
Seite 669 (sequence 15)
Language
German
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s 669 ט־מיחד? עול כל^ירד? sLändnis für die lebendige Kraft, die die Freude an der Mizwa im Judentum entwickelt, abgeht. Ebenso haben wir bereits oben bemerkt, inwiefern die Wendung, ״das Joch der Gebote“ an sich kein Recht dazu gibt, von einer Last zu sprechen, von einem ״Leben unter dem Gesetze37)“. Dennoch laßt sich nicht leugnen, daß es eine Reihe von Monierten gibt, die scheinbar gegen die allgemein angenommene Geltung der Freude an der Pflichterfüllung sprechen. Es wird unsere Aufgabe sein, zu zeigen, daß sie nur scheinbar dagegen sprechen. Wir können diese Gründe scheiden in objektive und subjektive. 1. Es gibt eine Reihe von ״Erleichterungen“, die von den Weisen geschaffen wurden. ״Erleichterungen“, das setzt an sich schon voraus, daß der Erfüllung der Gesetze Schwierigkeiten anhaften, daß sie als schwer empfunden wurden. In der Tat erforderten die Verhältnisse schon für die Beobach־ tung mancher biblischen Gebote Opfer. Unterläßt es doch schon die Bibel nicht bei einem so tief in alle wirtschaftlichen Verhältnisse einschneidenden Gebot wie die Sabbatruhe des Bodens im Schemitajahre darauf hinzuweisen: ״Wenn ihr aber sagt, was sollen wir im siebenten Jahre essen, wir dürfen, ja nicht säen und den Ertrag einsammeln“? Und gibt eine Antwort, die das Gottverürauen auf die höchste Probe stellt: ״ich will euch meinen Segen im sechsten Jahre entbieten: es soll den Ertrag für drei Jahre bringen38)“. Um das Gesetz sicher zu stellen, es vor jeder Übertretung zu schützen, haben nun unsere Meister bekanntlich einen ״Zaun um das Gesetz“ gemacht. Der Zaun mußte Erschwerungen in Hülle und Fülle bringen. Diese von ihnen selbst geschaffenen Erschwerungen haben sie dann wieder für viele Fälle außer Kraft gesetzt, sobald sie der Meinung waren, daß der Zaun 87) So betitelt Schürer den § 28 seines Werkes ״Geschichte des jüdischen Volkes im Zeitalter Jesu“ — Man vgl. über die richtige Auffassung des Begriffes ״das Joch der Gebote*, außer oben S. 531 f. was Edmund Lewy im Jeschimm III S. 653 f. im Anschluß an unseren ^ersten Aufsatz über ע־נלהדל מול בלצודל bemerkt hat. *s) Lev. 25, 20 f.

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