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Jeschurun · 1916-12-01 · Heft 12 (Dezember 1916) · p. Seite 659

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 12 (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
Seite 659 (sequence 5)
Language
German
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יטכלדזה פול בלצרה 659 und nicht jeder für sich allein übe anan sie aus13). Man scheue keine Kosten14) und man gebe ihnen endlich eine ästhetisch schöne Form14*). Bei allen diesen Sätzen freilich muß man, gilt es den rechten Sinn zu erfassen, an die innere Erfahrung appellieren d. h. .in unserem Falle an das Volksbewußtsein. Das macht es so schwierig, die wahre Bedeutung dieser Sätze, dem, der außerhalb dieses Volksbewußtseins steht, vorzudemonstrieren. Sind sie ja oft auch von jüdischen Autoren selbst nicht nach ihrem eigentlichen Grunde dargestellt worden. So bemerkt das eben eitierte Sefer Charedim zur 16״. Bestimmung, daß die Mizwoth in Gesellschaft ausgeübt werden sollen:“ ״bei allen Mizwoth, ist ein größerer Lohn, wenn sie durch viele ausgeübt werden“ und es kann doch nach der Quelle, aus der diese Bestimmung abgeleitet wird, keine Frage sein, daß es sich zunächst um den Gedanken handelt .כרב עם הדרת מלך. Bei einer zahlreichen Beteiligung kommt die Pracht des Königs (Gottes) zur Geltung und dann im weiteren Sinne um die gehobene Freude, die jede Ausübung der Pflicht begleitet, wenn ein großer Kreis bei der Ausübung beteiligt ist 15). Aber das pädagogische Moment, durch die Verheißung des Lohnes in den ספרי מוסר anzuspornen, bricht eben allzuhäufig durch. 8ב) Pesachim 64 b. 14) Baba Kama 9 b. lta) Sabbath 133 b. 1י) Bei der Sprengung des Blutes des Peßachopfers war eine Kette von Priestern aufgestellt, die das Becken einander reichten. Zweifellos geschah, dies vor allem deshalb, um bei der großen Zahl der Opfernden den Opferakt zu beschleunigen. Der Talmud Pesachim 64 b gibt aber den oben citierten Grund an. Daß wir aber berechtigt sind, das Moment der Freude in der gemeinsamen Betätigung zu sehen, ergibt sich aus folgender Überlegung: Warum geschah denn dergleichen nicht bei den anderen Opfern? Vielmehr kommt hier das Gleiche zum Ausdruck, das z. B. in dem Satze ausgesprochen ist, weshalb bei dem Peßachopfer das Hallel gesungen wurde: אפפור יפוראל טחטו את פהחיהן ובטלו לולביהן ילא אבלרו טירת (Pesachim 95 b). Ist es möglich, dass die Israeliten ihr Peßachopfer schlachteten und den Lulaw hielten, ohne ein Loblied dabei zu singen?!,

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