Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1916-12-01 · Heft 12 (Dezember 1916) · p. Seite 658

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 12 (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
Seite 658 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2292929-2292955-2292968--01797-2295058
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

658 טופלחה עול כלצוה Gottes Willen zu erfüllen, nicht zu dir, wie könntest du besser bezeugen, daß das Verlangen nach der Erfüllung von Gottes Wünschen dich übermannt, als indem du selber eilig die Gelegenheit aufsuchst. Ja, die rechten Frommen, die läßt ihre Liebe zu Gott nicht ruhen. Ist die Zeit noch nicht gekommen, da das Gebot Gottes Erfüllung heischt, dann erheben sie sich schon von ihrem Lager, die frohe Er- Wartung läßt sie nicht schlafen, sie fürchten den ersten Augenblick zu versäumen, wo sie gewürdigt sind ihrem Vater im Himmel Freude zu bereiten und so selbst der reinsten und höchsten Freude teilhaftig zu werden. Im ספר הררים s) werden siebenzehn Bestimmungen aufgezählt, die bei der Ausführung der Gebote Anwendung finden sollen. Der größere Teil sind nur Variationen des einen Gedankens, daß sie in Freude geübt werden müssen. Unter ihnen sind zunächst die eben angeführten Sätze. Des ferneren: die begonnene Ausübung der מצוה soll man selbst zu Ende führen, wie das bei jeder Beschäftigung der Fall ist, die einem lieb ist und einem Freude macht9). Man soll sie aus dem gleichen Grunde überhaupt nicht durch einen Stell- Vertreter sondern eigenhändig vollführen: 10מצוה בו יותר מבשלוהו). Da man dann nicht die rechte Freude von der Erfüllung des einzelnen Gebotes hat und es so erscheinen könnte, als wären sie einem eine Last, soll man sie einzeln ausüben und nicht in ״Bündeln“ 11 אין עושין מצות הבילות הבילות). Man wird ihnen Ehre antun, denn sie sind ja die Boten Gottes und der Bote vertritt völlig den, der ihn gesandt hat12). ״Ehre antun“, man erinnere sich, daß bei der Elternverehrung unter dem Ausdruck כביד alle die freudig erwiesenen Liebes* * taten bezeichnet werden, die in einen Gegensatz zu יראה zur Ehrfurcht gestellt werden. Möglichst in Gesellschaft Ä) ln der Vorrede. *) Jer. Rösch Haschana I 10 Ende. 10) Kiddnschin 41 a. xl) Berachoth 49 a und oft vgl. Raschi zu Sota 8 a. 1ף Tanchuma ריגש

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.