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Jeschurun · 1916-12-01 · Heft 12 (Dezember 1916) · p. Seite 657

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1916)
Issue
Heft 12 (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
Seite 657 (sequence 3)
Language
German
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כזמדזה של כלצחת 657 אין מהמיצי; את המצות ,.man läßt die Gebote nicbt sauer werden4)“ ״ זריזין מקדימי[ למצותdie Eifrigen üben die Gebote möglichst früh aus5). ״Man eile zur Erfüllung eines Gebotes auch am Sabbat6)“. ״Ihr sollt die Gebote Gottes lernen und auf sie warten, daß ihr sie ausüben könntet 7)“. Dabei haben wir in den scheinbar inhaltlich gleichlautenden Sätzen eine ganze Stufenfolge froher Betätigung und freudiger Erwartung. Es würde von Gleichgültigkeit zeugen, wolltest du, wenn die Erfüllung eines Gebotes sich dir bietet, nicht sofort das erste, das sich dir geboten, erfüllen und zu einem anderen dich wenden, das erst später in deinen Pflichtenkreis trat. Laß überhaupt nicht soviel Zeit verstreichen, laß die Erfüllung nicht anstehen, wie einen Teig, der gähren soll, übe sie sofort aus, wie alles, was dir Freude macht. Die den rechten Eifer zeigen im Dienste Gottes, die -nehmen den ersten Augenblick wahr, der ihnen die Erfüllung ermöglicht, wie Abraham am frühen Morgen aufstand, den Willen Gottes zu vollführen, als ihm geboten wurde, seinen Sohn zu opfern. Und kommt die Gelegenheit praktische Bedeutung gewonnen. Man soll demgemäß nach Sch. Ar. Or. Ch. 28, 1 die Tefillin der Hand zuerst berühren und nach 28, 2 ebds. die Tefillin des Kopfes zuerst in den Tefillinbeutel legen, damit man beim nächsten Tefillinlegen zuerst an die Tefillin der Hand kommt, und nicht im umgekehrten Falle die Bestimmung אין בלעבירין על דלכלצות übertritt. Wie man sich auch entscheiden mag—es stehen drei Stellen gegen drei und es ist ja nicht zu leugnen, daß schon deshalb nichts gegen Baschis Erklärung einzuwenden ist, weil das אין כלעבירין על דזבלצרת in dem אין בלחבליציך enthalten ist — im jüdischen Bewußtsein leben diese beiden Sentenzen mit verschiedenem Gehalt und wir haben daher das Recht, aus ihnen das herauszulesen, was weiter oben im Texte folgt. ׳) Mechiltha zu Ex. 12, 17. — Vgl. auch שהויי מצרה לא משהינן Jebamoth 89 a und 47 b. 5) Pesachim 4 a. 6) Berachoth 6 b nach der Lesart des Rif und Rosch. 7) Eine ältere Quelle hierfür als das weiter oben citierte Weak kabe ich nicht gefunden. 42*

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