Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1916)
- Date
- 1916-12-01
- Page
- Seite 656 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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656 פובלחה טול כלצוה späteren Literatur die Einzelheiten beizubringen, die uns näher zeigen sollen, wie sehr jene שמחה של מצרה das Denken der Alten beherrschte, wenn sie sich auch des betreffenden Ausdrucks, wie oben2) ausgeführt, selten bedient haben. Es gibt eine Eeihe von Sätzen, die der Form nach halachischen Charakter tragen, Forderungen aufstellen, wie die Gebote Gottes auszuführen sind. In Wahrheit stehen sie an der Grenze der Halacha und Haggada. Sie sind der Ausdruck der Liebe, mit der unsere Weisen die Gebote auszuführen pflegten, der Freude, die sie bei ihrer Ausübung erfüllte. Zuerst: die Freude beflügelt den Schritt. Man kann es nicht erwarten, dem Geliebten zu nahen, ihm seinen Wunsch zu erfüllen. אין מעבירין על המצות .,man soll bei der Erfüllung der Gebote keines an sich vorüber gehen lassen3)״ ף S. 532 fi. 3) Pesachim 64 fo. Raschi identifiziert diesen Satz mit den oben folgenden אין* כלהכליצין את הכלאות nnd die Stelle in Pesachim, wo es sich darum handelt, daß bei der Darbringung des Pesachopfers, wo die Priester in einer Reihe standen und der eine dem andern das Becken mit dem Opferblute reicht und er nun zuerst das gefüllte in Empfang nahm, bevor er das ihm gereichte entleerte zurückgab, scheint für ihn zu sprechen. Denn da handelt es sich offenbar um eine נלצוה, deren Erfüllung man nicht aufschieben soll, um die הולכה, die ja als besondere עבודה figuriert, während das Zurückgeben des entleerten Beckens nicht als eigentliche בלצוה anzusprechen ist. Ebenso spricht für Raschis Erklärang die Anwendung, die der Satz Megilla 6 b findet, wo er angezogen wird, um die Halacha des Tanna zu rechtfertigen, nach der in einem Schaltjahr die Megilla im ersten Adar gelesen werden soll. Das gleiche gilt von Menachoth 64 b, daß das Omer von Idem Getreide, das Jerusalem zunächst wacht, dargebracht werden soll. In den Stellen Joma 33 a, 58 b, 70 a handelt es sich dagegen immer um zwei in Betracht kommende Gebote, von denen man dasjenige, das einem sich zuerst bietet, zuerst erfüllen soll. Während Tossaphoth in Megilla 6 b die Erklärung von Raschi acceptiert, nimmt er in Joma 33 a und auch in Menachoth 64 b die zuletzt gegebene an. Sie ist auch in das Yolksbewußtsein übergegangen, weil sie auf Grund von Joma 33 b עבורי דרעא אמוטפתא אסרד und der Erklärung, die Tossaphoth s. v. עבורי gibt.